1. FC Magdeburg: Brandt mit scharfen Worten

Mittelfeldspieler enttäuscht über FCM-Verhaltensweise

Florian Kath und Trainer Jens Härtel diskutieren

Eine Menge Gesprächsstoff gibt es derzeit in der Elbstadt. ©Imago

Mit 1:0 setzte sich der 1. FC Magdeburg im Finale des Sachsen-Anhalt-Pokals gegen Germania Halberstadt durch, für beide Teams stand die Teilnahme an der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals jedoch schon vor der Partie fest. Da die Elbstädter die zurückliegende Spielzeit in der 3. Liga auf dem 4. Platz beendeten, zählt auch Halberstadt zu den 64 Teams, die in der kommenden Spielzeit im Pokal an den Start gehen werden.

Wie groß wird der Umbruch?

Trotz des erfolgreichen Saisonabschlusses zeigte sich FCM-Coach Jens Härtel nach der Partie im Hinblick auf die gezeigte Leistung unzufrieden. Gegenüber dem MDR sprach Härtel vom „schlechtesten Landes-Pokalspiel“, welches die Magdeburger in den vergangenen drei Jahren auf den Platz gebracht hätten. „Am Ende zählt das Ergebnis und wir haben es mit 1:0 gewonnen“, so der Trainer weiter.

Seit einigen Tagen steht bereits fest, dass Keeper Leopold Zingerle, Lukas Novy, Moritz Sprenger, Jan Löhmannsröben, Steffen Puttkammer, Ahmed Waseem Razeek, Piotr Cwielong und Niklas Brandt in der kommenden Spielzeit nicht mehr zu dem angesprochenen „Wir“-Kollektiv gehören werden. Letztere machte seinem Ärger nun Luft und kritisierte dabei vor allem die Vorgehensweise, die der Verein an den Tag legte.

Wie erging es den anderen Spielern?

Gegenüber der Volksstimme gab der 25-Jährige zu Protokoll: „Es ist enttäuschend, wie es am Ende lief. Der Verein hat nicht mit offenen Karten gespielt. Ich habe erst am Montag über die Presse erfahren, dass ich nach dem Pokalspiel verabschiedet werde.“ Brandt zog es 2014 in die Elbstadt, in der zurückliegenden Spielzeit kam er auf 21 Einsätze.

Es ist enttäuschend, wie es am Ende lief. (Niklas Brandt)

Dreimal stand er jedoch nur in der Rückrunde auf dem Platz – bei einem vierten Mitwirken von Beginn an hätte sich sein Vertrag automatisch verlängert. „Das wusste der Verein natürlich auch. Am Ende fehlte mir ein Einsatz. […] Es ist schade, ich habe mich beim FCM sehr wohlgefühlt“, zeigt sich der Mittelfeldmann, der sich nun auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber in der 3. Liga begibt, enttäuscht über die Art und Weise seines Abgangs. 

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