1. FC Magdeburg: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Magdeburg jubelt mit den Fans

Auf die Unterstützung ihrer Fans konnte die Mannschaft vom 1. FCM immer bauen – 17.149 kamen im Schnitt zu den Heimspielen. ©Imago/Christian Schrödter

Bis zum Ende mischten die Elbstädter im Rennen um den Aufstieg in die 3. Liga, der SSV Jahn Regensburg setzte sich im direkten Duell um den Relegationsplatz bekanntlich durch.

Liga-Drei.de schaut auf die Spielzeit der Magdeburger zurück und stellt positive sowie negative Dinge heraus.

Was war gut?
Die Elbstädter starteten schwach in die neue Spielzeit, bis zur Winterpause kletterte das Team von Trainer Jens Härtel jedoch bis auf den 2. Tabellenplatz und kämpfte zurück. Im Vergleich zur letzten Spielzeit konnte der FCM in dieser Saison auch auswärts konstant punkten und holte sechs Zähler mehr auf gegnerischem Geläuf.

Was war schlecht?
Die gute Ausgangsposition gaben die Magdeburger jedoch mit nur drei Siegen in den letzten 11 Ligaspielen aus der Hand gegeben. Somit stellten die Elbstädter lediglich das achtbeste Team der Rückrunde und verlor auf den MSV Duisburg fünf, auf Regensburg acht und auf Kiel ganze zehn Punkte nach dem Jahreswechsel.

Wer hat überrascht?
Christian Beck wurde Torschützenkönig in der abgelaufenen Spielzeit, doch gerade ein Blick auf die Statistik untermauert seinen Wert für die Magdeburger. Siebenmal traf Beck im ersten Spielabschnitt, sechsmal sorgte er dabei für die Führung. Von den zehn Toren, die der 29-Jährige nach der Halbzeit beisteuern konnte, waren vier der Treffer zur Führung.

Christian Beck vom 1. FC Magdeburg

17 Tore brachten ihm die Torjägerkrone: Christian Beck. ©Imago

Wer hat enttäuscht?
Der Verein trennte sich zum Saisonende von mehreren Spielern, darunter waren mit Leopold Zingerle, Steffen Puttkammer, Jan Löhmannsröben und Niklas Brandt Akteure aus der festen oder erweiterten Stammelf – nicht bei allen Spielern schien dies auf Verständnis zu treffen. So äußerte Brandt seinen Unmut und kritisierte den Verein stark.

Wie haben sich die Neuen geschlagen?
Richard Weil kam im Winter aus Würzburg und stellte sich als echte Verstärkung heraus, mit seiner Erfahrung verhalf er der FCM-Defensive zu mehr Stabilität. Moritz Sprenger kam ebenfalls für die Abwehr, der Leihspieler konnte verletzungsbedingt jedoch nur wenige Partien bestreiten.

Anders sieht es bei Tobias Schwede aus. In seiner ersten Saison in der 3. Liga überzeugte der 23-Jährige mit zwei Toren und sechs Vorlagen. Auch Julius Düker wusste zu überzeugen.

Gleiches gilt für Florian Kath, der nach Verletzungspause erst spät in der Saison zurückkehrte und direkte wieder seine Qualitäten zeigen konnte. Er war ebenfalls nur ausgeliehen und kehrt zum SC Freiburg zurück. Charles Elie Laprevotte und Piotr Cwielong konnten ebenfalls einige Akzente setzen.

Wie geht’s weiter?
Einige Spieler kicken künftig nicht mehr in Magdeburg, dafür konnten sich die Verantwortlichen jedoch schon die Dienste von fünf neuen Akteuren sichern. Leon Heynke kommt aus der eigenen U19, zudem werden Mittelfeldspieler Philip Türpitz, Keeper Alexander Brunst, Stürmer Felix Lohkemper und Abräumer Dennis Erdmann die Schuhe ab sofort für den FCM schnüren.

Die Personalplanungen dürften jedoch noch nicht abgeschlossen sein, mit Manuel Farrona Pulido soll ein Akteur mit auslaufendem Kontrakt gehalten werden. Die Verteidigung ist noch etwas dünn besetzt, zumal es in der abgelaufenen Spielzeit einige Ausfälle in diesem Bereich zu kompensieren galt.

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