1. FC Magdeburg: Gedenktag für Hannes

Tag des Unglücks soll nicht in Vergessenheit geraten

Magdeburg-Fans mit einem Banner für Hannes.

FCM-Fans erinnern im Stadion mit einem Banner an den verstorbenen Hannes. ©Imago

Ein gutes halbes Jahr ist es nun her: Am 1. Oktober 2016 kam der Magdeburg-Fan Hannes bei einem tragischen Unglück ums Leben. Damals war der 25-Jährige in einem Regionalzug auf Fans des Halleschen FC getroffen, zu Gewalttätigkeiten ist es laut Staatsanwaltschaft Magdeburg aber nicht gekommen. Dennoch war Hannes – offenbar ohne Fremdeinwirkung – aus der Bahn gestürzt und dabei mit dem Kopf auf einen Stein aufgeschlagen.

Wie der 1. FC Magdeburg nun in einer Pressemitteilung erklärte, hat sich der Verein in Abstimmung mit der Familie von Hannes dazu entschlossen, den 1. Oktober künftig zum Gedenktag zu machen. In der Erklärung heißt es, dass man damit eine „grundsätzliche Mahnung an dieses Geschehen“ aussprechen wolle, damit nicht vergessen werde, was passiert ist.

Zwei Derbys in zehn Tagen

Im April steht das Duell zwischen den alten Rivalen FCM und HFC nun gleich 2-mal an: Am 19. April treffen die Teams im Halbfinale des Sachsen-Anhalt-Pokals aufeinander, zehn Tage später geht es um Punkte in der 3. Liga. Beide Derbys werden in Halle ausgetragen. Der „Block U 1. FC Magdeburg“ hat die Fans laut Pressemitteilung in einem Schreiben dazu aufgerufen, nicht zu den beiden Spielen zu fahren.

In den Farben getrennt, in der Sache vereint. (Aufruf des 1. FC Magdeburg)

Wie der FCM mitteilte, wird es aber dennoch ein Kontingent an Gäste-Tickets geben. Für diejenigen, die nicht nach Halle fahren, wird vor dem Magdeburger Stadion jeweils ein kostenloses Public Viewing angeboten. Auch dieses soll unter dem Motto „Wir wollen nicht vergessen“ stehen. Abschließend gab es einen wichtigen Aufruf des Vereins: „Gewalt und Hass dürfen keine Rolle spielen. In den Farben getrennt, in der Sache vereint.“

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