1. FC Magdeburg: Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Tobias Schwede, Mittelfeldspieler des 1. FC Magdeburg.

Ist direkt zu einer festen Größe im Magdeburger Team geworden: Tobias Schwede. ©Imago

Die Erwartungen an den 1. FC Magdeburg sind gestiegen. Nachdem die Mannschaft in der vergangenen Saison als Aufsteiger einen hervorragenden 4. Platz belegt hat, gilt der ehemalige Europapokal-Sieger bei vielen Experten inzwischen als künftiger Zweitligist. Möglicherweise können die Magdeburger schon in dieser Saison den Aufstieg feiern – die Hinrunde lässt auf jeden Fall alle Möglichkeiten offen.

Auf und Ab

Es ist ohne Frage schwierig, eine solch gute Spielzeit wie die des FCM 2015/16 zu bestätigen. Und der Anfang der neuen Saison bestätigte diese Einschätzung gnadenlos: Magdeburg verlor vier der ersten sechs Saisonspiele. Auch im DFB-Pokal folgte das Aus in der 1. Runde, hier allerdings wusste das Team durchaus zu überzeugen. Mit einer couragierten Leistung wurde Bundesligist Eintracht Frankfurt ins Elfmeterschießen gezwungen, am Ende hieß es dennoch 5:4 für die Hessen.

In der Liga wurde nach dem 0:1 bei Mainz II der Schalter umgelegt: Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts fuhr vier Siege in Folge ein, drei davon „zu Null“. Anschließend mussten die Fans allerdings erneut vier Partien auf einen Erfolg warten, bevor mit dem 3:1 in Großaspach der Schlussspurt mit starken fünf Siegen nacheinander eingeläutet wurde. Das verhalf den Magdeburgern zu Platz zwei nach der Hinrunde.

Unberechenbar

Verlassen kann sich der FCM vor allem auf seine Offensive, die schon 30 Tore zustande brachte – damit stellt die Mannschaft von Trainer Jens Härtel, gemeinsam mit dem Chemnitzer FC, den besten Angriff der 3. Liga. Zudem ist mit den Magdeburgern immer zu rechnen: Der Beleg dafür sind die drei Tore in der Nachspielzeit, die das Team bereits erzielte. Kein Konkurrent aus der 3. Liga traf nach dem Ende der regulären Spielzeit häufiger.

Ein weiterer Trumpf ist die Unberechenbarkeit: Zwölf unterschiedliche Spieler haben sich schon in die Torschützenliste eingetragen, das ist (zusammen mit der SG Sonnenhof Großaspach) der absolute Top-Wert der Liga. Wenn die Mannschaft jetzt noch zur aus der vergangenen Saison gewohnten Heimstärke zurückfinden kann, dann darf in Magdeburg vielleicht schon bald der Aufstieg gefeiert werden. Auswärts läuft es schon richtig gut für den FCM, kein anderes Team hat auf fremden Plätzen so viele Siege bejubelt.