27. Spieltag – so liefen die Dienstags-Partien

Aalen überrascht, Münster atmet durch

Martin Röser im Duell mit Daniel Bernhardt

Kein Durchkommen. Halle um Martin Röser (m.) kassierte eine deutliche 1:4-Klatsche gegen Aalen. ©Imago/viadata

Werder Bremen II vs 1.FC Magdeburg 0:1
Bereits um 18.00 Uhr musste der 1.FC Magdeburg bei der U23 von Werder Bremen ran, bei der überraschenderweise Ex-Dynamo Justin Eilers nicht im Aufgebot stand. Dennoch wusste die Mannschaft von der Weser zu überzeugen, verpasste im ersten Durchgang aber die Führung. FCM-Keeper Zingerle hielt seine Mannschaft im Spiel.

Nach dem Seitenwechsel kam die Härtel-Elf, die zunächst auf drei Stammkräfte verzichtete, besser ins Spiel, musste aber bis in die Nachspielzeit auf ein Tor warten. Richard Weil sicherte durch einen verwandelten Foulelfmeter die drei Punkte. Mehr zur Partie in unserem Artikel „1.FC Magdeburg – die Rotation geht auf“.

Hallescher FC vs VfR Aalen 1:4
Der mit neun Punkte Abzug belegte Gast von der Ostalb macht einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt. Nach dem 2:0 über Großaspach zeigte die Vollmann-Elf eine blitzsaubere Leistung beim heimstarken Halleschen FC, der bis dato erst eine Partie vor eigener Kulisse verlor und gewann mit 4:0. Der favorisierte HFC erwies sich im ersten Spielabschnitt als großzügiger Gastgeber und verteilte gleich zwei Geschenke. Beiden Treffen des VfR gingen Ballverluste in der Vorwärtsbewegung heraus.

Beide Male erwies sich Matthias Morys als dankbarer Abnehmer. Nach dem Seitenwechsel gingen die Morys-Festspiele weiter. Zunächst zeigte er seine Vorbereiter-Qualitäten, als er zur 3:0-Vorentscheidung für Welzmüller auflegte, ehe er nach 67 Minuten seinen Dreierpack perfekt machte. Das 1:4 von Ajani in der Schlussminute hatte nur noch statistischen Wert für den HFC, der zum dritten Mal in Folge ohne Heimsieg blieb.

Preußen Münster vs FSV Frankfurt 2:1
Abstiegskrimi in Westfalen. Gegen seinen alten Klub FSV Frankfurt wollte Benno Möhlmann nach drei sieglosen Partien in Serie endlich wieder einen „Dreier“ holen. Zunächst kassierten die Adlerträger allerdings eine kalte Dusche. Nicht einmal fünf Minuten waren gespielt, als die Elf vom Bornheimer Hang durch Kader in Führung gingen. Nach einer Flanke von Stark kam der junge Mittelstürmer zum Kopfball und netzte zum 0:1 ein.

Ausgerechnet der Anfang der Woche von Möhlmann scharf kritisierte Mirkan Aydin sorgte dann für den Ausgleich, als er Mitte der ersten Halbzeit einen Handelfmeter verwandelte. Ein echter Weckruf war das 1:1 aber nicht, gelang es den Preußen in der Folge für kaum Torgefahr zu sorgen. Etwas zwingender erwies sich die indes die Lettieri-Elf, die durch den agilen Kader Unruhe in die Münsteraner Defensive brachte.

Auch der in der 2. Halbzeit eingewechselte Warschewski konnte das offensiv-lahme Spiel der Adlerträger zunächst nicht beheben, erwies sich aber kurz vor Schluss als Vorlagengeber für Rühle, der den glücklichen 2:1-Siegtreffer markierte.

Gegen wen spielt mein Verein am Wochenende – hier geht’s zum Drittliga-Spielplan

Rot-Weiß Erfurt vs VfL Osnabrück 1:0
Nur ein Strohfeuer? Nachdem der VfL Osnabrück mit dem 2:1 über Kiel die Negativ-Serie von vier Pleiten in Folge stoppte, erlitt die Enochs-Elf in Erfurt einen herben Rückschlag. Obwohl die Rot-Weißen wie im Vorfeld befürchtet auf Torjäger Carsten Kammlott verzichten mussten, reichte es für die Thüringer zu drei Punkten. Die erste große Chance der Partie gehörte zwar den Niedersachsen, für die Kwasi Wriedt nach einer guten halben Stunde nur den Pfosten traf.

Wesentlich genauer zielte indes Routinier Daniel Brücker, der kurz vor der Halbzeit eine Sumsalo-Hereingabe verwertete. In Hälfte zwei hatte Osnabrück trotz Rückstand wenig entgegen zu setzen, einzig der eingewechselte Arslan scheiterte mit einem Versuch an RWE-Keeper Klewin.

Die bis dato schwächste Heim-Mannschaft der Liga aus der Blumenstadt beschränkte sich nicht auf Ergebnis-Verwaltung, sondern suchte die Entscheidung. Die einzig große Chance verpasste aber Ex-Osnabrücker Tyrala. Letztlich reichte das 1:0 für drei wichtige Zähler im Abstiegskampf. Kleiner Wermutstropfen: Nikolaou sah die zehnte Gelbe und muss am Wochenende in Duisburg aussetzen.

Holstein Kiel vs MSV Duisburg 2:0
Der Tabellenführer steckt weiter in der Krise und blieb zum vierten Mal in Folge ohne Sieg und ohne Tor. Die Störche, bei denen Marvin Ducksch erneut den Vorzug vor Matthias Fetsch erhielt, wurden ihrem Ruf als torgefährlichste Heim-Elf der Liga wieder gerecht. 13 Minuten waren gespielt, als St.Pauli-Leihgabe Ducksch eine Bieler Vorlage zur Führung verwertete.

Duisburg war in der Folge zwar aktiver und erspielte sich ein Chancenplus, scheiterte aber entweder am starken Kronholm oder dem Pfosten (Brandstetter). Auch in Hälfte zwei sollte sich ein Leihspieler in den Fokus spielen.

Christopher Lenz, im Winter von Union an die Förde gekommen, sorgte rund 20 Minuten vor dem Schluss für die Entscheidung, nachdem die Duisburger zuvor zwar optisch überlegen waren, sich aber keine klaren Möglichkeiten herausspielen konnten. Mit einer abgerutschten Flanke erzielte der Linksverteidiger sein erstes Drittliga-Tor, mit dem die Störche nun wieder kräftig im Aufstiegskampf mitmischen. Duisburg bleibt zwar Erster, der 1.FC Magdeburg ist nun aber auf zwei Punkte herangerückt.

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