Chemnitzer FC: Köhler wehrt sich

Trainer hält Kritik für vereinsschädigend

Noch halten Stephan Beutel und Sven Köhler zusammen.

Steht seit Wochen in der Kritik: CFC-Trainer Sven Köhler (r.), hier gemeinsam mit Manager Stephan Beutel. ©Imago

Lange war es die Auswärtsstärke, die den Chemnitzer FC in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen gehalten hat. Nach drei Niederlagen in den zurückliegenden drei Gastspielen der „Himmelblauen“ hat sich das aber geändert. Der Relegationsplatz ist zwar auch nach dem 0:3 in Osnabrück vergangene Woche nur drei Zähler entfernt, dennoch steht vor allem Trainer Sven Köhler seit einiger Zeit in der Kritik.

Kann mir nicht den Vorwurf machen, nicht mein Bestes gegeben zu haben. (Sven Köhler)

Dem Übungsleiter wird in der Öffentlichkeit vorgeworfen, nicht genug aus der Mannschaft herauszuholen. Das will Köhler so nicht stehen lassen, weshalb er sich nun zur Wehr setzt. In der BILD (Ausgabe vom 24.03.2017) sagte der 51-Jährige: „Seit über 24 Jahren bin ich dem Chemnitzer FC (…) verbunden. Egal ob in den vielen Jahren auf dem Platz oder jetzt an der Seitenlinie konnte ich mir noch nicht einen Tag den Vorwurf machen, nicht mein Bestes für den CFC gegeben zu haben.“

Schwere Aufgaben vor der Brust

Desweiteren sagte Köhler, dass die momentane öffentliche Diskussion nicht nur ihm, „sondern auch dem Chemnitzer FC beim Erreichen seiner Ziele“ schade. Es darf wohl als Appell verstanden werden, gemeinsam alles dafür zu tun, dass der Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga in dieser Saison doch noch wahr wird. Für Köhler selbst wäre das gleich doppelt bedeutsam, denn sein im Juli auslaufender Vertrag verlängert sich in diesem Fall automatisch.

Möglicherweise werden schon die kommenden drei Spiele eine Vorentscheidung bringen, ob der CFC noch einmal ganz oben angreifen kann. Die Gegner werden nämlich Spitzenreiter Duisburg, der aktuelle Tabellen-Zweite Magdeburg und die Reserve von Mainz 05 sein, die zuletzt ebenfalls regelmäßig gepunktet hat. Aus Sicht der „Himmelblauen“ ist es vielleicht ganz gut, dass die beiden Partien gegen die Top-Teams MSV und FCM daheim stattfinden – an der Gellertstraße gab es schließlich zuletzt zwei Siege in Folge.

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