FSV Frankfurt: Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Massimo Ornatelli, Mittelfeldspieler des FSV Frankfurt.

Massimo Ornatelli ist der beste Vorlagengeber der 3. Liga. ©Imago

Der langjährige Zweitligist FSV Frankfurt musste im vergangenen Sommer den bitteren Gang in die 3. Liga antreten. Erwartungsgemäß folgte am Bornheimer Hang ein gewaltiger Umbruch: 19 neue Akteure kamen, weit über 20 (inklusive der Leih-Spieler) verließen den Verein. Auch auf der Trainerbank präsentierten die Hessen mit Roland Vrabec ein neues Gesicht. Der 42-Jährige sollte nach Möglichkeit den direkten Wiederaufstieg bewerkstelligen, doch der Saisonstart ging in die Kurve.

Nach Stotterstart auf Touren gekommen

Gut, man konnte angesichts der hohen Fluktuation vor dem Saisonbeginn davon ausgehen, dass die Spieler des FSV eine gewisse Zeit brauchen werden, um sich zu finden. Allerdings war und ist die spielerische Qualität im Kader ohne Frage vorhanden, sodass der schwache Start mit drei Niederlagen und vier Unentschieden aus den ersten sieben Spielen doch ein wenig verwunderte. Erst mit dem 4:1 gegen Preußen Münster kamen die Frankfurter ins Rollen.

Diesem Sieg folgten noch drei weitere „Dreier“ in Serie, darunter ein 6:0 gegen Fortuna Köln. Insgesamt blieben die Männer aus der Main-Metropole in der Mitte der Hinrunde neun Partien lang ungeschlagen. Ein Wendepunkt hin zum Negativen war dann das überraschend deutliche 0:5 im Hessenpokal beim Regionalligisten TSV Steinbach. Danach gab es auch in der Liga Pleiten gegen Mainz II und Magdeburg sowie ein mageres Remis gegen Bremen II. Immerhin ist der Hinrunden-Abschluss mit dem 3:1 im Derby gegen Wehen Wiesbaden gelungen.

Power-Tandem Schleusener/Ornatelli

Besonders positiv aufgefallen sind in der Hinserie Fabian Schleusener und Massimo Ornatelli. Die beiden bilden das gefährlichste Scorer-Duo der 3. Liga: Ornatelli hat schon vier Schleusener-Tore vorbereitet. Insgesamt kommt der Ex-Osnabrücker auf zwölf Scorerpunkte, nur Christian Beck (Magdeburg) und Anton Fink (Chemnitz) haben noch mehr gesammelt – was die Assists betrifft, kommt jedoch kein Drittliga-Spieler an Ornatelli (acht Vorlagen) vorbei.

Wenn der FSV Frankfurt, der als Tabellen-12. mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz überwinterte, in der Rückrunde noch einmal oben angreifen will, dann muss die Mannschaft in erster Linie auswärts eine Schippe drauflegen. Es gab zwar in fremden Stadien nur zwei Pleiten, aber eben auch sechs Unentschieden und lediglich einen Sieg (1:0 in Lotte). Doch zum Start in die Rückrunde wartet zunächst einmal ein schweres Heimspiel gegen Holstein Kiel, das nur eine der jüngsten neun Partien verlor.