FSV Zwickau: Der Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Johannes Brinkies vom FSV Zwickau

Konnte bislang überzeugen. Johannes „Pommes“ Brinkies ist beim FSV Zwickau zurecht die Nummer eins. ©Imago

Seit dieser Spielzeit zählt der FSV Zwickau zur 3. Liga, in zwei engen Partien konnten sich die West-Sachsen im Sommer in den Relegationsspielen gegen den SV Elversberg durchsetzen und schaffte so den Sprung in die dritthöchste deutsche Spielklasse. Eine Hinrunde später scheint die Aufstiegseuphorie verflogen, denn mit 17 Zählern rangieren die Rot-Weißen zur Winterpause auf dem 19. Tabellenplatz, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt jedoch überschaubare vier Zähler.

Optimistisch in die Rückrunde

Mit zwei Unentschieden und einem Sieg rangierten die Zwickauer nach drei Spieltagen auf dem vierten Platz, es schien so, als ob der FSV den Aufstiegsschwung mit in die neue Liga nehmen und das ausgegebene Motto „Gekommen um zu Bleiben“ erfüllen könnte. Das Team von Trainer Torsten Ziegner konnte jedoch nur noch zwölf weitere Zähler einfahren und befindet sich mitten im Abstiegskampf – nicht ungewöhnlich für einen Aufsteiger.

Doch bei den Zwickauern deutet vor allem mit Blick auf die vergangenen Spiele vor der Winterpause vieles darauf hin, dass mit der Mannschaft in der Rückserie zu rechnen ist. Nicht zuletzt dank des 1:1-Unentschieden gegen Spitzenreiter MSV Duisburg in der letzten Partie im Jahr 2016 sollten die Verantwortlichen beim FSV optimistisch in die Rückrunde blicken.

Auch in den vorherigen Partien konnte der Aufsteiger überzeugen. Teilweise fehlte jedoch das berühmte Quäntchen Glück, wie beispielsweise beim 0:1 in Osnabrück oder beim 1:1-Remis gegen die Sportfreunde Lotte, wo die Rot-Weißen erst in den Schlussminuten den Gegentreffer hinnehmen mussten.

Erste Halbzeit als Knackpunkt

Ein Blick auf die Statistik offenbart, dass vor allem der erste Spielabschnitt für die Sachsen elementar ist. In sieben Partien lief der FSV einem Halbzeitrückstand hinterher, keine Spiel davon konnte noch in einen Sieg oder in ein Unentschieden umgemünzt werden. Anders sieht es jedoch aus, wenn die Zwickauer mit einer Führung in die Kabine gehen. Viermal war dies der Fall, acht Punkte konnten sich die Rot-Weißen in diesen Spielen sichern.

Personell hat sich der FSV vor der Saison mit einigen neuen Spielern verstärkt, am auffälligsten agierte wohl bislang Angreifer Ronny König, der mit fünf Treffern der torgefährlichste Akteur in Reihen der Sachsen ist. Zudem stehen seine Torerfolge zumeist auch für Punkte, in vier von fünf Partien, in denen der mittlerweile 33-Jährige einen Treffer erzielen konnte, punktete sein Team auch.

Doch auch weitere Neuverpflichtungen konnten bislang überzeugen, so auch beispielsweise Marcel Bär, der als gelernter Stürmer zumeist auf der rechten Außenbahn zum Einsatz kommt und es auf vier Treffer und drei Torvorbereitungen bringt.

Ohne Wachsmuth, mit Öztürk und Genausch

Für die Rückrunde stehen Coach Torsten Ziegner mit Aykut Öztürk und Oliver Genausch wieder zwei Spieler zur Verfügung, die nach überstandenen Verletzungen wieder mitmischen werden und weitere Optionen für den Offensivbereich darstellen. Auskommen muss der FSV bis auf Weiteres jedoch ohne Toni Wachsmuth, der Kapitän wurde aufgrund einer Bauchverletzung operiert und wird für den Rückrundenauftakt ausfallen.

Begleitet wurde das sportliche Geschehen in der Hinrunde von einigen Nebengeräuschen. So wurde bekannt, dass der Verein ein finanzielles Defizit zu schließen hat, folglich wurde beispielsweise das Wintertrainingslager gestrichen. Inwieweit sich der FSV aufgrund des finanziellen Engpasses mit neuen Spielern verstärken kann oder wird, bleibt abzuwarten.

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