FSV Zwickau: Der Liga-Drei Teamcheck

Wo landen die Schwäne in der kommenden Saison?

Robert Koch vom FSV Zwickau

Wie oft hat Robert Koch in der kommenden Saison Grund zu jubeln? ©Imago/Kruczynski

Eine Aufholjagd der Extraklasse legten die Schwäne in der Rückrunde der vergangenen Saison hin. Vor der Winterpause noch auf Rang 19 liegend, marschierte der FSV mit zwölf Siegen in 19 Spielen auf Platz fünf der Tabelle. Das Festhalten an Trainer Torsten Ziegner zahlte sich für die Zwickauer in allen Belangen aus.

Wird die kommende Saison genauso nervenaufreibend? Liga-Drei.de zeigt Euch mit dem Teamcheck, was vom FSV Zwickau in der kommenden Saison zu erwarten ist. Am Ende des Artikels geben wir eine Prognose anhand festgelegter Kategorien ab.

Der Kader

Der FSV musste wichtige Leistungsträger der vergangenen Saison ziehen lassen. Marcel Bär, Jonas Nietfeld und Patrick Göbel kamen in der vergangenen Saison gemeinsam auf 34 Scorer Punkte und waren damit an fast 75 Prozent der geschossenen Tore beteiligt.

Auch in der Abwehr müssen die Schwäne einen Verlust hinnehmen. Jonas Acquistapace, der erst im Januar gekommen war und die Abwehr in der Rückrunde deutlich stabilisiert hat, schließt sich den Sportfreunden Lotte an. In den Testspielen war das Defensivzentrum mit Neuzugang Ali Odabas und Davy Frick besetzt.

Im Mittelfeld ist der FSV mit bewährten Spielern wie Robert Koch und Mike Könnecke gut aufgestellt, hinzu kommen die Neuzugänge Christian Mauersberger, Ronny Garbuschewski und vor allem Sinan Tekerci. Ob sie die Abgänge ersetzten können, bleibt abzuwarten.

Im Angriff hängt viel davon ab, ob Ronny König erneut so beständig trifft wie in der vergangenen Saison, wo er 15 mal einnetzte. Überraschen könnte Fabian Eisele. Der Neuzugang von Hertha BSC Berlin schoss letztes Jahr elf Tore für die zweite Mannschaft der Hauptstädter in der Regionalliga.

Auffallend ist, dass der FSV-Kader erneut sehr ausgewogen besetzt ist. Diese Ausgeglichenheit des Kaders ist auf jeden Fall ein Vorteil für die Schwäne.

Die aktuelle Form

Gegen die unterklassigen Testspielgegner fuhr der FSV Siege ein, einzig gegen Wacker Nordhausen musste sich die Ziegner-Elf mit einem 2:2 begnügen. Gegen Zweitligist Fürth gab es eine 0:3-Niederlage.

Umso näher der Saisonstart rückt, desto besser kommen die Zwickauer allerdings in Form. Zumindest scheint es so, denn im Testspiel gegen Schweinfurt vor wenigen Tagen überzeugte die Mannschaft durch starkes Zusammenspiel in der Offensive und gewann so verdient mit 3:1.

Stärken & Schwächen

Die Defensive war im vergangenen Jahr die Achillesferse der Zwickauer. 54 Gegentore kassierte der FSV – das war der viertschlechteste Wert der Liga. Bislang wurde die Abwehr bis auf Neuzugang Ali Odabas jedoch nicht qualitativ verstärkt. In den Testspielen gegen die meist unterklassigen Gegner war dies meist kein Problem, allerdings könnten die Defensivprobleme in der dritten Liga weiter gehen.

Offensiv scheint Zwickau die namhaften Abgänge kompensieren zu können. Die Neuzugänge Christian Mauersberger und Fabian Eisele harmonieren gut zusammen, die Fixpunkte Könnecke und König geben weiterhin die Richtung vor. Das 4-1-3-2 System von Torsten Ziegner wird sonst von keiner Mannschaft so gespielt. Das macht es für den Gegner besonders schwer, sich auf den FSV einzustellen.

David Wagner, Torsten Ziegner vom FSV Zwickau

Kein Grund Trübsal zu blasen: FSV-Coach Torsten Ziegner (rechts) an der Seite von Sportdirektor David Wagner. ©Imago/Kruczynski

Der Trainer

Seit 2012 leitet Torsten Ziegner die Geschicke bei den Schwänen. Er führte die Mannschaft in die dritte Liga und hatte auch eine Antwort parat, als der FSV nach der Hinrunde der vergangenen Saison auf dem vorletzten Tabellenplatz stand. Der Trainer hinterfragt sich und sein Spielsystem ständig.

Für die neue Saison dachte er zum Beispiel ein System mit Dreier-Abwehrkette an. Anstatt dies rigoros durchzusetzen, wartete er die Entwicklung in den Vorbereitungsspielen ab und kehrte dann doch zur Viererkette zurück.

Die mögliche Startelf

Das Rezept für die kommende Saison beim FSV: Man nehme die Leistungsträger der vergangenen Saison und gibt die hungrigen Neuzugänge hinzu. So sollen die namhaften Abgänge kompensiert werden.

Zwickau testete zuletzt im bewährten 4-1-3-2. Im Tor steht Johannes Brinkies, auch die Abwehr wird sich nicht groß verändern. Vor der Defensive sichert Robert Koch ab. Die offensive Dreierreihe wird angeführt von Mike Könnecke. Als Ersatz steht außerdem Ronny Garbuschewski bereit. Sinan Tekerci wird eine Schlüsselrolle auf der Außenbahn zukommen. Mögliche Aufstellung:
Brinkies – Schröter, Odabas, Frick, Lange – Koch – Mauersberger, Könnecke, Tekerci – Eisele, Königs

Fazit

Zwickau hat aus der Hinrunde der vergangenen Saison gelernt und wird mit seiner Spielweise nicht mehr so ins offene Messer laufen. Trainer Torsten Ziegner versteht es, sein Team optimal auf den Gegner vorzubereiten. Außerdem ist sein Team für die gegnerische Mannschaft schwer auszurechnen.

So turbulent die letzte Saison war, so ruhig könnte die nächste werden. Der FSV Zwickau sollte im Tabellenmittelfeld landen – ohne große Sorgen nach unten oder Hoffnungen nach oben.

Prognose (anhand festgelegter Kategorien): Sorgenfreie Saison

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