FSV Zwickau: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Zwickaus Robert Koch setzt zum Jubel an

Robert Koch spielte mit dem FSV Zwickau eine bärenstarke Rückrunde. ©Imago/Kruczynski

Mit viel Euphorie gestartet, verlief die Hinrunde für den Aufsteiger aus Zwickau äußerst enttäuschend. Die Ostdeutschen gerieten jedoch nicht in Panik, hielten an Trainer Torsten Ziegner fest und schafften es vom Tabellenkeller noch bis auf Rang fünf.

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Was war gut?
Ganz klar die Rückrunde. 39 Punkte holte der FSV in der zweiten Saisonhälfte, kein Team schaffte mehr. Besonders wenn man die schlechte Ausgangslage zum Ende der Hinrunde bedenkt (Platz 19, vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz), eine beeindruckende Leistung.

Was war schlecht?
54 Gegentore kassierte Zwickau in dieser Saison, nur Fortuna Köln und die Absteiger Paderborn sowie Mainz II waren defensiv noch anfälliger. Vor allem auswärts waren die Schwäne nicht kompakt. Auf fremden Plätzen kassierten sie mehr als doppelt so viele Gegentore (38) wie zuhause (16).

Wer hat überrascht?
Ronny König hat über 200 Zweitligaspiele und damit viel Erfahrung auf dem Buckel. Allerdings ist er mittlerweile 33 Jahre alt und schoss letzte Saison für Chemnitz nur ein Saisontor. In dieser Spielzeit schaffte der gebürtige Sachse ein sensationelles Comeback und netzte satte 15-mal ein. Nur Christian Beck war erfolgreicher.

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Sechs Tore schoss Jonas Nietfeld in dieser Saison. Am Saisonende verlässt er den FSV. ©Imago/picture point

Wer hat enttäuscht?
Robert Paul war Stammspieler in der Aufstiegsmannschaft und war auch in der dritten Liga fest eingeplant. Der 32-jährige Innenverteidiger konnte der Zwickauer Hintermannschaft in der Hinrunde aber keine Stabilität verleihen. In der Rückrunde war er verletzt und musst mitansehen, wie Jonas Acquistapace mit guten Leistungen seinen Platz übernahm. Nachdem Paul wieder fit war, stand er nicht mal mehr im Kader.

Wie haben sich die Neuen geschlagen?
Nach dem Aufstieg wurde der Kader gehalten und nur punktuell verstärkt. Besonders positiv zu bewerten war die Verpflichtung von Ronny König. Torhüter Johannes Brinkies wurde auf Anhieb zum Stammspieler. Nach der undankbaren Hinrunde, war er in der Rückserie der erwartet gute Rückhalt.

Alexander Sorge war Teil der löchrigen Zwickau-Abwehr zu Beginn der Saison. Am zehnten Spieltag riss er sich das Kreuzband und fiel für den Rest der Saison aus. Für ihn eine unglückliche Spielzeit in Zwickau.

Für die linke Abwehrseite wurden Nils Miatke und Lukas Wilton verpflichtet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte sich Miatke links durch, wurde abwechselnd in der Verteidigung oder im Mittelfeld eingesetzt und erwies sich als die erhoffte Verstärkung. Wilton spielte hingegen keine Rolle.

Winterneuzugang Robert Koch verstärkte Zwickau sofort. Von den ersten zehn Spielen mit ihm verlor Zwickau nur eins. Koch war variabel auf den Flügeln, sowie im zentralen Mittelfeld einsetzbar.

Für das offensive Mittelfeld verpflichtete der FSV den erfahrenen Mike Könnecke aus Aue, sowie Jungspund Felix Geisler von Energie Cottbus. Könnecke pendelte in den ersten zehn Spielen zwischen Startelf und Tribüne. Auch nachdem er Stammspieler wurde, war er zunächst keine große Bereicherung. In der Rückrunde allerdings verbesserte sich seine Leistung, wie die des gesamten Teams. Seine Statistik sieht mit einem Tor und zwei Vorlagen aus 29 Einsätzen jedoch eher mau aus. Felix Geisler spielte keine Rolle im Zwickauer Team.

Wie geht´s weiter?
Mit Marcel Bär und Jonas Nietfeld verlassen zwei wichtige Offensivkräfte die Schwäne. Dafür hat der FSV schon zwei Alternativen parat: Fabian Eisele kommt von der U23 der Hertha, Christian Mauersberger wechselt von Schalke II nach Zwickau.

Den Fokus bei den Transfertätigkeiten wird die Defensive einnehmen. Um die löchrige Abwehr zu stopfen, erwägt Coach Ziegner eine Systemumstellung. Die potentiellen Neuzugänge sollten daher in einer Vierer-Abwehrkette genauso zurecht kommen, wie in einem 3-5-2 bzw. 3-4-2-1 System.

Ein wichtiger Fixpunkt in der Defensive war zuletzt Jonas Acquistapace, er zögert jedoch noch mit der Unterschrift unter einen neuen Vertrag.

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