FSV Zwickau: Torsten Ziegner hofft auf Lerneffekt

Standard-Gegentore nerven den Trainer

Torsten Ziegner, Coach des FSV Zwickau.

Trotz der starken Rückrunde nicht vollends zufrieden: Zwickaus Trainer Torsten Ziegner. ©Imago

Momentan könnte es beim FSV Zwickau kaum besser laufen. Der Aufsteiger spielt nach einer mehr als durchwachsenen Hinserie eine überragende Rückrunde, hat seit sechs Partien nicht mehr verloren und fünf dieser Spiele gar gewonnen. Am vergangenen Wochenende setzten sich die „Schwäne“ mit 2:1 in Großaspach durch, damit sind sie mit jetzt 23 Punkten nach wie vor das beste Rückrunden-Team der 3. Liga.

Wir sollten irgendwann mal daraus lernen. (Torsten Ziegner)

Also alles Friede, Freude, Eierkuchen in Zwickau? Mitnichten, denn Coach Torsten Ziegner ist ein Perfektionist – und deshalb hat er doch etwas gefunden, an dem seine Mannschaft noch arbeiten muss: Das Verhalten bei gegnerischen Standards. Der Trainer sagte in der BILD (Ausgabe vom 28.03.2017): „Wir haben in Großaspach das dritte Gegentor in der Rückrunde nach einer schnellen Freistoß-Variante kassiert. Wir sollten irgendwann mal daraus lernen.“

Noch zwei Siege bis zum Klassenerhalt

Bei der Partie am Samstag hatte SGS-Akteur Marlon Krause einen Freistoß schnell ausgeführt und auf Kai Gehring gegeben. Der brachte den Ball hoch in den Strafraum, wo Nicolas Jüllich völlig unbedrängt zwischen Elfmeterpunkt und Fünfmeter-Raum einköpfen konnte. Verständlich, dass sich ein Trainer über eine solche Schlafmützigkeit in seiner Hintermannschaft ärgert.

Diese Moral zeichnet uns in der Rückrunde aus. (Torsten Ziegner)

Zum Glück für Zwickau erzielte Stürmer Ronny König nur drei Minuten später den Siegtreffer für den FSV. Das ist dann eben die Kehrseite der Medaille: „Meine Jungs haben eine Reaktion gezeigt und noch das Siegtor geschossen. Genau diese Moral zeichnet uns in der Rückrunde aus“, so Torsten Ziegner weiter.

Durch den wichtigen König-Treffer haben die „Schwäne“ jetzt nur noch wenige Punkte auf den Relegationsplatz, der für die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga berechtigt. Allerdings ist das für die Zwickauer kein Thema, denn der Verein hat keine Lizenz fürs Fußball-Unterhaus beantragt und könnte ohnehin nicht aufsteigen. Um auch mit dem Abstieg endgültig nichts mehr zu tun zu haben, braucht der FSV wohl noch zwei Siege – einer davon soll bereits am Sonntag im Heimspiel gegen den Halleschen FC eingefahren werden.

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