Hallescher FC: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Spieler des Halleschen FC

Der HFC landete auf dem 13. Platz – doch was blieb von dieser Spielzeit? ©Imago/Viadata

Der Hallesche FC kann auf seine fünfte Spielzeit in der 3. Liga zurückblicken, das Team von Trainer Rico Schmitt musste sich nach 38 Spieltagen mit dem 13. Tabellenplatz begnügen. Doch war nicht mehr drin für den HFC?

Liga-Drei.de reflektiert die zurückliegende Saison der Hallenser und stellt zudem Positives & Negatives heraus.

Was war gut?
Die Hinrunde verlief aus HFC-Sicht nahezu optimal, gegen die favorisierten Teams aus Kiel, Duisburg und Osnabrück blieben die Saalestädter ungeschlagen, nur gegen den 1. FCM gab es im Derby eine Niederlage. Vor allem vor heimischem Publikum wusste die Schmitt-Elf zu überzeugen – nach 19 Spieltagen war das Team daheim noch ungeschlagen, es standen sechs Siege und vier Unentschieden zu Buche.

Was war schlecht?
Nach dem Jahreswechsel verlor der HFC jedoch zunehmend an Boden und wurde Stück für Stück in der Tabelle durchgereicht. Vor allem als feststand, dass der Zug in Richtung Aufstieg oder Relegation abgefahren ist, blieben die Erfolgserlebnisse aus. Nur drei Siege gab es in der gesamten Rückrunde, auch in der Heimtabelle rutschten die Hallenser auf den 10. Rang ab. Zudem dürfen sich die Kicker aus der Saalestadt den Titel „Remiskönige der Liga“ auf die Fahne schreiben.

Rico Schmitt, Trainer beim HFC

Rico Schmitt musste einige Neuzugänge integrieren. ©Imago

Wer hat überrascht?
Rico Schmitt hat im Laufe der Spielzeit sechs verschiedene Formationen genutzt, nicht immer führte dies zu einem Erfolg. Zu nennen sind an dieser Stelle einige der Neuzugänge, wie beispielsweise Royal-Dominique Fennell, Benjamin Pintol, Martin Röser oder Fabian Baumgärtel, die sich allesamt als Verstärkung erwiesen.

Wer hat enttäuscht?
Die Offensive des HFC. Mit nur 34 Treffern stellt die Schmitt-Elf den drittschlechtesten Angriff der 3. Liga, nur Bremen II und Erfurt trafen noch seltener. Dies muss sich auch Pintol ankreiden lassen, der zwar bester Schütze der Hallenser ist, dies jedoch mit lediglich sechs Toren.

Wie haben sich die Neuen geschlagen?
Die bereits erwähnten Fennell, Pintol, Röser und Baumgärtel schlugen ganz gut ein, der HFC musste jedoch mehrere neue Akteure integrieren. Auch Tobias Schilk und Fabian Franke zeigten sich im Defensivverbund als Stabilisatoren und kamen auf ihre Einsatzminuten.

Auch Klaus Gjasula und Marvin Ajani gehörten zum Stammpersonal. Gjasula entwickelte sich zu einem Fixpunkt im Mittelpunkt und wusste als Kapitän zu überzeugen.

Ajani wusste durch seine Flexibilität zu überzeugen, er ackerte mal als Rechtsverteidiger, dann auf der Außenbahn oder als Hängende Spitze. Hilal El-Helwe deutete sein Potenzial an, wurde dabei jedoch vornehmlich als Einwechselspieler gebracht.

Wie geht’s weiter?
Niklas Landgraf konnte vor einigen Tagen als erster Neuzugang präsentiert werden, ist jedoch ein Linksverteidiger. Heißt: Der HFC muss im Offensivbereich nachlegen, mit Petar Sliskovic kehrt ein Angreifer nach Leihe wieder an die Saale zurück. Ob Stefan Böger als Sportdirektor bei der Kaderplanung mitwirken wird, ist derzeit noch offen – sein Wechsel nach China ist immer noch ein Thema.

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