Hallescher FC: Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Klaus Gjasula, Kapitän des Halleschen FC.

Wichtiger Mann in der Defensive: Halles Klaus Gjasula. ©Imago

Lange Zeit musste der Hallesche FC in der Vorsaison um den Klassenverbleib in Liga drei bangen. Rico Schmitt übernahm im April des Vorjahres das Ruder in Halle, führte den HFC am Ende auf Rang 13 und nun in der Hinrunde 2016/17 sogar in den Aufstiegskampf um die 2. Bundesliga. Für den Aufwind der Männer von der Saale in dieser Saison gibt es jedoch neben Schmitt noch weitere Gründe. Einer davon kam im August aus Würzburg und entwickelte sich zum Erfolgsgaranten.

Fenell schlägt ein

Der Schlüssel zum Erfolg des HFC liegt in der neuen Stabilität der Defensive. In der Vorsaison kassierten die Hallenser im Schnitt noch 1,26 Gegentreffer pro Partie. In der Hinrunde dieser Saison lag dieser Wert nur noch bei gerade mal 0,74 Gegentoren pro Spiel. Mit nur 14 Gegentoren stellt Halle die zweitbeste Defensive der Liga, spielte ganze 9-mal in 17 Spielen zu Null. Ganz wesentlichen Anteil hat daran mit Royal-Dominique Fennell ein Spieler, der erst Ende August zum Team stieß.

Der 27-jährige US-Amerikaner war im Team von Schmitt auf der „Sechs“ von Beginn an gesetzt und gab der Defensive enorme Stabilität. Doch auch im Spielaufbau und in der Offensive nahm Fenell entscheidenden Einfluss, erzielte vier Treffer und gab zwei Assists. Er sorgt für die richtige Balance im Spiel der Ostdeutschen und wurde folgerichtig auch als notenbester Spieler der Hinrunde vom „Kicker“ gekürt.

Auswärts schwach – daheim eine Macht

Bereits in der letzten Saison war Halle enorm heimstark. In diesem Jahr baute Schmitt den Erdgas Sportpark endgültig zu einer Festung um. Halle stellt die beste Heimmannschaft der Liga, ist als einziges Team daheim noch ungeschlagen. Und so hat der HFC nach seiner besten Hinrunde in den bisherigen fünf Jahren in der 3. Liga noch alle Optionen im Aufstiegsrennen.

Um diesen Coup jedoch wirklich landen zu können, müssen sich die Hallenser in der Offensive verbessern. 20 Tore in 19 Spielen sind bislang eine sehr magere Ausbeute und wohl auch der Grund dafür, warum Halle nicht schon auf einem Aufstiegsplatz überwintern konnte. Entgegen den starken Leistungen daheim, ist auch die Bilanz auf fremdem Platz ausbaufähig. Auswärts holte der HFC gerade mal einen einzigen Sieg, nur vier Teams holten weniger Punkte in der Fremde.

Wenn der HFC jedoch in der Rückrunde seine Leistung auch auswärts auf den Platz bekommen sollte und Schmitt die Winterpause nutzen kann, um die offensiven Abläufe zu verbessern, dann dürfte mit Halle durchaus zu rechnen sein.