Hansa Rostock: Aufstieg als Ziel

Kogge stockt Spieleretat auf

Rolf Elgeti

Rolf Elgeti, Investor beim FCH, wünscht sich den Aufstieg. ©Imago/Metodi Popow

Nach turbulenten Wochen, in denen sich der Verein zunächst von Trainer Christian Brand trennte und anschließend ein Strategie-Papier für Aufsehen sorgte, gelang der Hansa-Kogge nun ein, aus sportlicher Sicht, versöhnlicher Saisonabschluss. Durch das 3:1 gegen den MSV Pampow zog Hansa in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals ein.

Verlängerung mit Brand war ein „Fehler“

Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen nun richtig an, gegenüber den NNN bilanziert Vorstand-Chef Robert Marien jedoch zunächst die zurückliegende Saison. Er attestiert dabei eine „ruhige Saison in allen Bereichen – gerade auch im Sport“, stellt jedoch auch klar: „Sicherlich hatten wir nie wirklich etwas mit dem Abstieg zu tun, eine Entwicklung in die richtige Richtung habe ich im sportlichen Bereich allerdings nicht gesehen.“

Eine Entwicklung habe ich nicht gesehen. (Robert Marien)

Die Trennung von Brand beruht auch auf diesem angesprochenen Ausbleiben einer Weiterentwicklung, die Verlängerung des Arbeitsverhältnisses mit Brand im Januar 2017 stuft Marien nachträglich als „Fehler“ ein. Man habe Brand jedoch freigestellt, ob die Saison gemeinsam mit einem Pokalsieg beendet werden soll – der ehemalige Coach hat sich dagegen entschieden.

„Unser Wunsch wäre gewesen, dass er mit einem Landespokal-Sieg durch die Vordertür geht. Er hat sich aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden“, bewertet der Vorstands-Chef die damalige Trennung. Brand gehört bei den Rostockern jedoch der Vergangenheit an, mit Pavel Dotchev auf dem Trainerstuhl soll nun auch die angesprochene Entwicklung eintreten.

Mehr Etat = Aufstieg?

Dafür gibt der FCH einen Spieleretat von 4 Millionen Euro für die kommende Spielzeit aus, was eine Erhöhung um 500.000 € im Vergleich zur zurückliegenden Spielzeit bedeutet. Das Ziel lautet dabei 2. Bundesliga. „Wir wollen in den nächsten zwei Jahren hoch in die 2. Liga“, gibt Marien die klare Marschroute unter Dotchev aus.

Wir wollen aufsteigen. (Rolf Elgeti)

Rolf Elgeti, Investor bei der Kogge, stimmt in diesem Punkt überein. Auch er äußert sich gegenüber den NNN optimistisch was den Sprung ins deutsche Fußball-Unterhaus angeht. „Ich erspare mir mal die üblichen Worthülsen wie ,ruhige Saison‘ oder ,Übergangssaison‘ und so weiter. Wir wollen aufsteigen. Es gibt einen neuen Trainer, der schon bewiesen hat, dass er weiß, wie das geht. Wir haben die finanziellen Möglichkeiten, dass wir uns nicht verstecken müssen.“

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