Hansa Rostock: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Spieler von Hansa Rostock feiern mit den Fans

Hansa blickt auf eine durchwachsene Spielzeit zurück – und in eine ungewisse Zukunft. ©Imago/Jan Huebner

Für Wirbel sorgte der F.C. Hansa Rostock in der abgelaufenen Spielzeit erst zum Ende hin – und dann auch zumeist nur abseits des Platzes. Doch auch sportlich gab es einige Höhepunkte in den zurückliegenden 38 Partien, bei denen Hansa zwischenzeitlich sogar auf dem 4. Tabellenplatz rangierte.

Liga-Zwei.de blickt auf das letzte Jahr zurück und verrät Euch, was an der Ostsee gut & schlecht lief und wie es für den FCH weitergeht.

Was war gut?
Der Saisonstart entfachte Euphorie in Rostock, spätestens durch den 1:0 Sieg gegen den späteren Meister MSV Duisburg schien die Kogge in der abgelaufenen Spielzeit angekommen zu sein. Bis zu diesem Zeitpunkt stimmte zudem die Balance zwischen Offensive und Verteidigung – ein Torverhältnis von 16:9 nach dem 12. Spieltag deutete auf eine gute Saison hin.

Was war schlecht?
Bekanntlich nahm die Spielzeit jedoch einen anderen Verlauf. Abgesehen von einem kleinen Aufbäumen im letzten Saisondrittel, ging es für den FCH in der Tabelle bergab. Über den gesamten Zeitraum betrachtet, kam auch vor heimischem Publikum zu wenig. Nur vier Siege gab es daheim.

Wer hat überrascht?
Überrascht haben dürften die Worte der FCH-Verantwortlichen, in der kommenden Saison um den Aufstieg mitspielen zu wollen – die abgelaufenen Spielzeit war da gerade erst ein paar Tage alt.

Pavel Dotchev, neuer Trainer beim F.C. Hansa Rostock

Pavel Dotchev soll bei der Kogge für neuen Schwung sorgen. ©Imago

Wer hat enttäuscht?
Lediglich Stephan Andrist traf zweistellig, die übrigen Offensivkräfte blieben maximal bei vier Treffern stehen. Auch der Abschwung während der Saison wurde von einem schwächelnden Angriff begeleitet – 16 Tore gab es nach 12 Spielen, danach kamen lediglich 28 weitere dazu.

Wie haben sich die Neuen präsentiert?
Joshua Nadeau kam im Winter und blieb am Saisonende bei acht Einsätzen stehen, Fabian Holthaus hingegen kämpfte sich nach einem Platz auf der Bank wieder zurück ins Team. 23-mal stand er für Hansa auf dem Feld.

Timo Gebhart hatte sicherlich auch mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen, blieb dennoch oftmals hinter den Erwartungen zurück – 4 Tore und 4 Vorlagen stehen am Saisonende für Gebhart zu Buche.

Leihspieler Kerem Bülbül fand sich bis zur Winterpause gut an der Ostsee zurecht, danach kickte er zwischenzeitlich auch für die zweite Mannschaft der Rostocker.

Auch Amaury Bischoff, Jeff-Denis Fehr, Christopher Quiring und Tim Väyrynen kamen auf ihre Einsatzzeit, wobei vor allem Bischoff und Quiring als echte Verstärkungen einzustufen sind.

Wie geht’s weiter?
Schwer zu sagen – es gab bislang eine ganze Menge an Abgängen zu verzeichnen. Aktuell haben lediglich 13 Profis einen Vertrag für die kommende Spielzeit, zwei Neuzugänge sind dabei bereits mit inbegriffen. Es wird also noch einiges passieren.

Pavel Dotchev, der bei Hansa die Nachfolge von Christian Brand antrat, weiß jedoch mit solchen Situationen umzugehen. Der 51-Jährige war zuvor bei Erzgebirge Aue aktiv und führte das Team in der Spielzeit 2015/2016 als Absteiger aus der 2. Bundesliga zum direkten Wiederaufstieg – auch im Erzgebirge wurde der Kader zuvor mächtig umgekrempelt. 

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