Hansa Rostock: Gebhart-Rückkehr verzögert sich

Trainer Brand will den Mittelfeldmann behutsam aufbauen

Timo Gebhart geht ins Dribbling.

Fehlt Hansa Rostock seit Mitte Dezember und wohl auch noch etwas länger: Timo Gebhart (r.). ©Imago

100 Spiele im Fußball-Oberhaus, dazu 43 Partien in der 2. Bundesliga – die Erwartungen waren recht hoch, als Hansa Rostock im vergangenen August Timo Gebhart unter Vertrag nahm. Bislang konnte der Mittelfeldspieler jedoch nur selten zeigen, was er kann: Aufgrund diverser Verletzungen und zweier Gelb/Rot-Sperren kam Gebhart nur auf acht Einsätze in der 3. Liga, bei denen er aber immerhin vier Treffer erzielte.

Timo soll erstmal drei Wochen am Stück trainieren. (Christian Brand)

Mitte Dezember setzte ihn dann ein Muskelfaserriss außer Gefecht. Bisher ist der 27-Jährige nicht in den Kader der Kogge zurückgekehrt – und das wird er wohl auch nicht so bald, denn Trainer Christian Brand will kein Risiko eingehen. Der Coach sagte in der BILD (Ausgabe vom 17.02.2017): „Timo soll erstmal drei Wochen am Stück mit der Mannschaft trainieren. Wenn wir das Gefühl haben, jetzt ist er richtig im Saft und er kann alles mitmachen, dann können wir über alles andere nachdenken.“

Gebhart zeigt Verständnis

Logisch, dass einem Vollblut-Fußballer wie Timo Gebhart es nicht leicht fällt, noch so lange warten zu müssen. Doch der U19-Europameister von 2008 kann die Gedankengänge seines Trainers nachvollziehen: „Der Trainer macht es ja nicht, um mich von der Mannschaft fernzuhalten, sondern er will, dass ich die ganze Zeit dabei bin. Er hat Angst, dass wieder etwas passiert.“

Wenn man sich die Krankenakte von Gebhart ansieht, dann ist das auch absolut verständlich, denn darin finden sich u.a. mehrere Verletzungen am Sprunggelenk, an der Leiste und am Becken sowie Probleme mit der Patellasehne. Dementsprechend scheint es eine sinnvolle Maßnahme zu sein, noch einige Wochen zu schauen, wie der Mittelfeldmann mit der Trainingsbelastung zurechtkommt.

Gewinnt Hansa Rostock gegen Halle? Jetzt wetten!