Holstein Kiel: Anfang fordert Geduld bei Azemi

KSV-Trainer sieht seinen neuen Stürmer noch nicht in der Startelf

Ilir Azemi, neuer Angreifer von Holstein Kiel.

Das Startelf-Debüt von KSV-Stürmer Ilir Azemi wird wohl noch ein wenig auf sich warten lassen. ©Imago

Nach einem schweren Autounfall vor zweieinhalb Jahren stand Ilir Azemi zwischenzeitlich sogar vor dem Ende seiner Karriere. Noch in der Saison zuvor hatte er im Trikot des Zweitligisten Greuther Fürth mit 14 Toren in 28 Spielen geglänzt. Doch die schweren Verletzungen warfen den Kosovaren zurück, sodass er in den vergangenen beiden Spielzeiten nur noch drei weitere Partien für die „Kleeblätter“ in der 2. Bundesliga bestreiten durfte. Im Winter entschied sich Azemi dann für einen Wechsel zu Holstein Kiel.

Man muss ihm die Möglichkeit geben, sich hier einzuleben. (Markus Anfang)

Bei den „Störchen“ wurde er bislang einmal eingewechselt, allerdings nur für zwei Minuten. Von der Startelf ist der Mittelstürmer also noch ein gutes Stück entfernt. KSV-Trainer Markus Anfang hält das aber auch für mehr als verständlich. Der Coach sagte im Video-Interview auf sportbuzzer.de: „Man muss ihm natürlich auch die Möglichkeit geben, sich hier ein bisschen einzuleben. (…) Andere haben drei, vier Wochen Vorbereitungszeit gehabt und Ilir ist jetzt seit zweieinhalb Wochen da.“

Fetsch hat vorerst weiter die Nase vorn

Deshalb will Anfang den 24-Jährigen erst im Laufe der kommenden Wochen mehr ins Spiel einbinden. Bis Azemi das entsprechende Niveau erreicht, bleibt also definitiv Mathias Fetsch der Fixpunkt im Angriff der Kieler. Fetsch wartet inzwischen allerdings auch seit zwölf Partien auf einen Treffer in der 3. Liga, der bisher letzte gelang ihm am 24. September des vergangenen Jahres.

Wir haben gute Ansätze im Training gesehen. (Markus Anfang)

Markus Anfang ist sich sicher, dass Ilir Azemi „nach und nach mehr Spielzeiten bekommen kann.“ Bislang ist der Coach mit seinem Neuzugang nämlich auch durchaus zufrieden: Wir haben gute Ansätze im Training gesehen. Die Frage ist jetzt halt, ob er das schon über eine längere Distanz aufs Feld bringen würde.“ 

Für Azemi bedeutet das also: Weiter hart im Training arbeiten und sich über Kurzeinsätze empfehlen – vielleicht hat er schon am Samstag gegen Fortuna Köln die nächste Gelegenheit dazu.

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