Holstein Kiel: Der Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Dominic Peitz von Holstein Kiel

Hat bislang überzeugt. Neuzugang Dominic Peitz erwies sich als die erhoffte Verstärkung. ©Imago

Ungern erinnern sich die KSV-Anhänger sicherlich an den 02. Juni 2015. Erst in der Schlussminute musste man sich dem TSV 1860 München in der Relegation zur 2. Bundesliga geschlagen geben und verpasste so die Krönung einer starken Saison 2014/15. Mittlerweile mischt der Verein jedoch wieder kräftig im Aufstiegsrennen der 3. Liga mit, dabei es zu Saisonbeginn gar nicht danach aus. Erfahrt in unserem Hinrunden-Rückblick, wie die „Störche“ in die Saison gestartet sind und welche Gründe es für den sportlichen Aufwind gibt.

Trainerwechsel zeigt Wirkung

Nach dem verpassten Aufstieg in die 2. Bundesliga, kam das Team von der Ostsee in der abgelaufenen Saison nicht über einen enttäuschenden 14. Tabellenrang hinaus. Auch zu Beginn der laufenden Spielzeit setzte sich dieser Trend fort, sodass Trainer Karsten Neitzel seinen Platz an der Seitenlinie nach nur vier Punkten aus den ersten vier Partien und dem, daraus resultierenden, 14. Tabellenplatz, räumen musste.

Unter dem Interimscoach Ole Werner folgte ein klarer 3:0-Erfolg gegen den Aufsteiger FSV Zwickau, seit der Amtsübernahme durch Markus Anfang kletterten die „Störche“ in der Tabelle Stück für Stück in das obere Tabellendrittel. In den letzten beiden Partien vor der Winterpause verpasste es das Team jedoch, sich weiter an die Aufstiegsränge anzupirschen. Während auswärts erst zwei Siege und 11 Zähler zu Buche stehen, ist auf die Leistungen vor eigenem Publikum bislang jedoch Verlass.

Gute Personalpolitik

Mit fünf Heimsiegen und insgesamt 17 eingefahrenen Punkten, rangiert die KSV in der Heimtabelle auf dem fünften Platz. Unabhängig davon, ob Heim- oder Auswärtsspiel, präsentiert sich die Kieler Defensive in dieser Spielzeit sehr stabil. Nur zwei Teams haben bislang weniger Gegentore kassiert als Holstein, 26 Treffer bei 15 Gegentoren ergeben eine Tordifferenz von 11 – Ligabestwert. In den ersten vier Spielen der Saison, fingen sich die „Störche“ im Schnitt einen Gegentreffer pro Partie, der neue Coach Markus Anfang konnte diesen Wert reduzieren.

Gleich zehn Spieler konnten in der Hinrunde bislang einen Treffer erzielen, am erfolgreichsten war dabei Steven Lewerenz mit sechs Toren. Seine persönliche Bilanz konnte er mit zwei Assists aufbessern, diese Statistik führt Dominick Drexler mit sechs Torvorlagen vor Kingsley Schnidler (5) an – beides Spieler, die vor der Saison an die Ostsee wechselten. 

13 Spieler verließen die KSV vor der Saison, neun neue Spieler stießen zu dem Team. Neben Drexler und Schindler, die zum absoluten Stammpersonal zählen, überzeugten zudem bislang Niklas Hoheneder, Dominic Peitz sowie der 19-jährige Arne Sicker, der aus der eigenen U19-Mannschaft in den Profikader wechselte.