Jahn Regensburg: Demütig in die zweite Liga?

SSV geht angespannt, aber mit Vorfreude in die Relegation

Heiko Herrlich, Trainer beim SSV Jahn Regensburg

Herrlich gibt sich vor dem Hinspiel gegen die Löwen bescheiden. ©Imago/Eibner

Für den Jahn steht am heutigen Freitag (Anstoß: 18 Uhr) das vermeintlich wichtigste Heimspiel der laufenden Spielzeit an, gegen den TSV 1860 steht das Relegations-Hinspiel an. Daheim soll der Grundstein für ein erfolgreiches Abschneiden gelegt werden, im Idealfall sind die Regensburger in der kommenden Saison also zweitklassig unterwegs – und das als Aufsteiger.

Demütig und dankbar

Dessen ist sich auch Regensburg-Coach Heiko Herrlich nach wie vor bewusst. „Man darf nie vergessen, wo wir herkommen – wir waren Aufsteiger“, äußerte sich der 45-Jährige auf der offiziellen Pressekonferenz vor dem Duell gegen die Löwen.

Man darf nie vergessen, wo wir herkommen. (Heiko Herrlich)

Auch auf die Frage, wie er die spezielle Woche vor dem ersten Kräftemessen mit den Münchenern empfand, hatte Herrlich auch eine passende Antwort parat: „Letztendlich geht es nicht um die Woche, sondern seit eineinhalb Jahren, in denen ich hier Trainer bin, erfüllt es mich mit großer Dankbarkeit und großer Demut, dass wir jetzt so ein Spiel bestreiten dürfen gegen 1860 München.“ 

Mit Vorfreude ins bayerische Duell

Und wie steht es um die Stimmung im Jahn-Team? Herrlich, der den Löwen vor der Relegation die Favoritenrolle zuschiebt, spricht von „etwas mehr Anspannung und etwas mehr Vorfreude“, die zu beobachten sei. Vielleicht spielt es den Regensburgern dabei in die Karten, dass sie sich bereits in der Spielzeit 2015/16 mit dem Druck einer Aufstiegsrelegation konfrontiert sahen und dabei im Duell gegen den VfL Wolfsburg bekanntlich als Sieger hervorgingen.

Dem Hinspiel folgt am kommenden Dienstag die Partie in München, für Jahn-Rechtsverteidiger Benedikt Saller, der auf eine dreijährige Vergangenheit im Löwen-Dress zurückschauen kann, dürfte den Regensburgern auch im Hinblick auf die große Kulisse nicht bange werden. „Wir haben dieses Jahr schließlich schon ein paar große Spiele gehabt. Zum Beispiel in Magdeburg vor 20.000 Zuschauern, und da haben wir auch einen Riesen-Job gemacht“, so Saller gegenüber der Mittelbayerischen.

Freuen dürften sich die Jahn-Anhänger auch über die Nachricht, dass Erik Thommy und Jann George gegen die Löwen vermutlich mitmischen werden. Beide Akteure trainierten unter der Woche nur dosiert, George musste am letzten Spieltag gegen den SC Preußen Münster bereits in der ersten Halbzeit aufgrund einer Zerrung ausgewechselt werden.

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