MSV Duisburg: Was wurde aus den Abgängen?

Wer hat sich verbessert, wer nicht?

Rolf Feltscher im Zweikampf mit Lionel Messi

Gegen die großen Namen geht’s nur in der Nationalelf. Ex-Zebra Rolf Feltscher spielt sonst in der 2. spanischen Liga. ©Imago

Ein Abstieg hat meistens eine ganze Reihe von Abgängen zur Folge. Dem MSV Duisburg erging es nicht anders: 16 Spieler haben die „Zebras“ nach der Relegations-Niederlage gegen Würzburg verlassen. Liga-Drei.de hat sich mal umgeschaut und zeigt Euch, wie es den früheren Duisburgern bei ihren neuen Vereinen ergeht.

Keine News mehr verpassen – hier klicken & Liga-Drei.de bei Facebook liken!

Giorgi Chanturia: Der Stürmer war mit zwei Treffern in der Endphase der Vorsaison mit dafür verantwortlich, dass es der MSV überhaupt noch in die Relegation geschafft hat. Jetzt spielt der Georgier für Ural Ekaterinburg in der russischen Premier Liga. Dort hat er sich zuletzt einen Stammplatz erkämpft, ein Treffer gelang ihm noch nicht.

Pierre de Wit: Der zentrale Mittelfeldspieler galt einst als großes Talent, hat aber immer wieder mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen. So auch in der vergangenen Spielzeit, die er aufgrund von Knieproblemen und einer Leistenoperation nahezu komplett verpasste. Offensichtlich ist den möglichen Interessenten das Risiko mit De Wit zu groß, er hat noch keinen neuen Verein.

Victor Obinna: Vor der Saison 2015/16 schloss sich der ehemalige Nationalspieler Nigerias, der u.a. schon für West Ham, Inter und Malaga gespielt hat, etwas überraschend den „Zebras“ an. Mit seinen meist überzeugenden Leistungen empfahl er sich für den SV Darmstadt 98. Bei den „Lilien“ hat er es – auch aufgrund einer Rotsperre aus der Relegation – bisher noch nicht in den Kader geschafft.

Maurice Schumacher: Der in der eigenen Jugend ausgebildete Torwart hatte beim MSV keine Perspektive mehr, deshalb wechselte er zum KFC Uerdingen in die Oberliga Niederrhein. Dort ist Schumacher Stammkeeper – in den bisherigen neun Spielen kassierte er nur zwei Gegentreffer, 7-mal spielte er „zu Null“.

Kevin Scheidhauer: In zwei Jahren an der Wedau erzielte der Stürmer sechs Treffer. Nach dem Abstieg der Duisburger nahm er ein Angebot der 2. Mannschaft des FC Schalke 04 an. Für den Nachwuchs der „Knappen“ konnte Scheidhauer bislang allerdings noch keine Partie bestreiten, er muss mit einer hartnäckigen Knöchelverletzung noch bis November pausieren.

Rolf Feltscher: Der Nationalspieler Venezuelas war in seiner zweijährigen Zeit beim MSV als Rechtsverteidiger zumeist gesetzt. Inzwischen spielt er für den spanischen Zweitligisten FC Getafe. Dort wird Feltscher oftmals als Linksverteidiger eingesetzt, in den meisten Fällen durfte er von Beginn an spielen.

Thomas Meißner: Er war nach dem Abstieg einer der meist umworbenen Akteure im Kader der „Zebras“. Einige Zweitligisten hatten Interesse am Innenverteidiger, doch der entschloss sich zum Schritt ins Ausland. Bei ADO Den Haag in der holländischen Eredivisie war Meißner als Innenverteidiger gesetzt, momentan laboriert er aber an einer Muskelverletzung.

Dennis Grote: Zwei Jahre beackerte der 30-Jährige die linke Außenbahn bei den Duisburgern. Jetzt macht er genau das beim Ligakonkurrenten Chemnitzer FC: Grote ist bei den „Himmelblauen“ Stammspieler, nur in einer Saisonpartie kam er nicht zum Einsatz.

Steffen Bohl: Der 32-Jährige entschied sich dazu, ab sofort in einer etwas niedrigeren Liga zu spielen. Allerdings hat er sich einen Verein mit großen Ambitionen ausgesucht: Der SV Elversberg will in die 3. Liga aufsteigen. Bohl war dabei ein wichtiger Faktor in der Innenverteidigung, zur Zeit setzt ihn aber eine Schambeinentzündung außer Gefecht.

Timothy Dieng: Nur ein halbes Jahr war der senegalesische Nationalkeeper an der Wedau zu Hause, gespielt hat er nur 2-mal für die Reserve. Nun steht Dieng bei der 2. Mannschaft der Queens Park Rangers unter Vertrag, aber auch hier ist er noch nicht zum Zuge gekommen.

James Holland: Nach sieben Jahren in Europa (inklusive einer Saison in Duisburg) kehrte der Australier Mitte September nach einer längeren Zeit der Vereinslosigkeit in seine Heimat zu Adelaide United zurück. Für seinen neuen Klub hat er bislang noch kein Spiel absolviert.

Matthias Kühne: 48 Spiele in drei Jahren – das ist die Bilanz des Verteidigers beim MSV. Jetzt ist er in der Regionalliga Nordost bei Carl Zeiss Jena aktiv und unumstrittener Stammspieler: In der Liga verpasste er als Rechtsverteidiger noch keine einzige Minute.

Nurettin Kayaoglu: Der Linksverteidiger wurde erst Mitte Oktober 2015 von den Duisburgern unter Vertrag genommen. Für die Profis hat er aber nie gespielt, Kayaoglu war immer nur für die 2. Mannschaft unterwegs. Bei Rot-Weiß Ahlen hat er eine neue Heimat gefunden – dort gilt er als Stammspieler.

Dominik Behr: Noch eine Liga tiefer findet man inzwischen Dominik Behr. Dem zentralen Mittelfeldspieler blieb der Sprung aus der Jugend zu den Profis stets verwehrt, sodass er sich jetzt zu einem Wechsel in die Mittelrheinliga entschied. Für Viktoria 08 Arnoldsweiler bereitete er in vier Einsätzen zwei Treffer vor.

Tomané: Der Portugiese wurde im Winter für ein halbes Jahr von Vitoria Guimaraes ausgeliehen. In Duisburg hat er aber nicht viel auf die Kette gebracht, weshalb er zum Saisonende hin nicht einmal mehr im Kader stand. Bei seinem neuen Klub, dem griechischen Erstligisten Panetolikos, läuft es für Tomané besser – er ist Stammspieler.

Michael Ratajczak: Der Aufstiegsheld der Saison 2014/15 bekam nach der vergangenen Spielzeit keinen neuen Vertrag beim MSV. Noch heute befindet sich der 34-Jährige auf der Suche nach einem neuen Verein.