Preußen Münster: Der Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Michele Rizzi, Mittelfeldspieler des SC Preußen Münster.

Michele Rizzi dreht nach dem Trainerwechsel in Münster so richtig auf: Unter Möhlmann traf er schon 3-mal. ©Imago

Rund um die Hammer Straße hatte man sich die Saison 2016/17 sicher ganz anders vorgestellt. Kein Wunder, sorgten doch nicht zuletzt die vielversprechenden Neuzugänge wie Sandrino Braun, Michele Rizzi, Sinan Tekerci und Tobias Rühle für eine gewisse Euphorie beim SC Preußen Münster. Nach einem katastrophalen Start war die jedoch schnell verflogen, der SCP fand sich im Abstiegskampf wieder. Die Kehrtwende brachte ein Trainerwechsel, wie unser Hinrunden-Rückblick zeigt!

Derby-Pleite läutet Negativ-Serie ein

Gleich zum Auftakt der neuen Spielzeit stand für die „Adlerträger“ das Derby gegen den ungeliebten Nachbarn aus Osnabrück an. Preußen verlor vor heimischer Kulisse mit 0:1 und fand sich fortan in einer Abwärtsspirale wieder: An den ersten achten Spieltagen gelang nur ein kümmerlicher Sieg (1:0 gegen Mainz II). Da sich auch in den darauffolgenden Spielen keine Besserung einstellte, war die Entlassung von Trainer Horst Steffen die logische Konsequenz.

Es übernahm mit Benno Möhlmann ein „alter Hase“ des Geschäfts, der bereits in seiner aktiven Zeit das Trikot der Münsteraner getragen hatte. Zunächst brachte der Trainerwechsel aber keine Besserung: Möhlmann verlor in seiner ersten Partie das Derby gegen Aufsteiger Lotte mit 0:1 und auch im ersten Heimspiel gegen Kiel (1:1) gab es keinen Sieg. Doch dann ging es schlagartig bergauf: Die Preußen feierten zwischen dem 14. und 17. Spieltag gleich vier Zu-Null-Siege in Serie.

Auswärts inzwischen deutlich stärker

Damit haben sie sich zwar noch nicht aus dem Tabellenkeller entfernt, aber es sind doch viele Schritte in die richtige Richtung zu erkennen. So wurde auch die Auswärtsschwäche zuletzt abgelegt: Die ersten sechs Saisonspiele auf fremdem Terrain gingen allesamt verloren, unter Möhlmann wurden jüngst immerhin zwei Partien (in Köln und Zwickau) gewonnen.

Um den Aufschwung auch in der Rückrunde fortsetzen zu können, muss die Mannschaft allerdings weiterhin an einigen Schwächen arbeiten. Zum Beispiel ist der SCP der einzige Klub der 3. Liga, der bislang noch kein einziges Kopfballtor erzielt hat. Ebenso wäre es hilfreich, wenn die Münsteraner künftig ein bisschen früher aufwachen: In der ersten Halbzeit kassieren sie nämlich so viele Gegentore wie kaum ein anderes Team der Liga – und wenn sie einmal in Rückstand geraten sind, dann ist den „Adlerträgern“ bislang noch kein Sieg gelungen (drei Remis, neun Pleiten).