Preußen Münster: Wer wird neuer Trainer?

Die möglichen Kandidaten

Karsten Baumann, Maik Walpurgis oder Karsten Neitzel: Wer wird neuer Trainer bei Preußen Münster?

Kandidaten für den Trainerposten beim SCP: Karsten Baumann (l.), Maik Walpurgis (Mitte) und Karsten Neitzel. ©Imago

Es war offensichtlich nur ein Strohfeuer, dieser 4:0-Erfolg des SC Preußen Münster über Werder Bremen II in der Vorwoche. Am vergangenen Samstag fiel die Mannschaft wieder in alte, lethargische Muster zurück und verlor mit 0:1 beim VfR Aalen. Wie sich am gestrigen Dienstagabend herausstellte, war es die letzte Partie von Horst Steffen als SCP-Trainer – nach sieben Niederlagen aus den ersten zehn Spielen und aktuell Platz 19 eine fast schon logische Konsequenz.

Übergangsweise wird U19-Coach Cihan Tasdelen die Mannschaft übernehmen. Zur Seite gestellt werden ihm die bisherigen Assistenten von Horst Steffen, Co-Trainer Sreto Ristic und Torwarttrainer Carsten Nulle. Noch nicht geklärt ist die Frage, ob Tasdelen auch beim nächsten Punktspiel gegen den SV Wehen-Wiesbaden auf der Bank sitzen wird. Natürlich machen auch andere Namen die Runde – wir stellen die möglichen Kandidaten auf den Trainerposten bei den „Adlerträgern“ vor.

Maik Walpurgis: Der 42-Jährige ist in der Region bestens vernetzt, trainierte bislang unter anderem Arminia Bielefeld II, die Sportfreunde Lotte und zuletzt den VfL Osnabrück. Beim Erzrivalen der Preußen wurde er im September 2015 entlassen, seither wartet Walpurgis auf ein neues Engagement. Er dürfte bei den Verantwortlichen des SCP hoch im Kurs stehen.

Karsten Neitzel: Genau wie Walpurgis hat auch Karsten Neitzel bereits unter Beweis gestellt, dass er eine Drittliga-Mannschaft auf Touren bringen kann: Mit Holstein Kiel schaffte er 2014/15 beinahe den Sprung in die 2. Bundesliga. Nach seiner Freistellung im August wird Münster ihn sicher weit oben auf dem Zettel haben.

Karsten Baumann: Ein weiterer Kandidat in den Überlegungen der Preußen könnte Karsten Baumann sein. Mit Rot-Weiß Erfurt, Osnabrück, dem MSV Duisburg und Hansa Rostock hat er bereits vier Drittligisten trainiert, zudem mit Erzgebirge Aue auch einen Zweitligisten. Baumann ist seit Dezember 2015 ohne Job.

Karsten Heine: Der dritte Karsten in der Runde der Trainerkandidaten beim SCP ist der ehemalige Coach des Chemnitzer FC. Dort war Heine sehr angesehen, musste aber nach einer Serie von sechs sieglosen Spielen im März seinen Hut nehmen. Ein Engagement in Münster wäre seine erste Station abseits des Ostens der Republik.

Falko Götz: Der Ex-Bundesliga-Trainer (1860 München und Hertha BSC) erlebte in den vergangenen Jahren einen sportlichen Abstieg. Seit seiner Entlassung in Berlin war er nirgendwo länger als anderthalb Jahre. Am Ende der abgelaufenen Saison versuchte er vergeblich, den FSV Frankfurt als „Feuerwehrmann“ vor dem Absturz in die 3. Liga zu bewahren.

Gino Lettieri: Der in der Schweiz geborene Deutsch-Italiener ist seit knapp einem Jahr verfügbar, damals wurde er beim MSV Duisburg entlassen. Ein halbes Jahr zuvor hatte er die „Zebras“ in die 2. Bundesliga geführt. Es könnte durchaus sein, dass er bei den Münsteranern eine Überlegung ist.

Benno Möhlmann: Der 62-Jährige, der bis April auf der Trainerbank von 1860 München saß, wäre eine echte Überraschung. Ganz abwegig ist es aber auch nicht, dass Möhlmann neuer Coach der „Adlerträger“ wird – schließlich begann er seine Profikarriere an der Hammer Straße. Das ist allerdings inzwischen mehr als 40 Jahre her.