Relegation: DFB-Vize verteidigt Modus

Dr. Rainer Koch sieht

Dr. Rainer Koch, DFB-Vizepräsident

DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch spricht sich für die Relegation aus. ©Imago/Ulrich Roth

Seit gestern steht fest: Der TSV 1860 München gehört in der kommenden Spielzeit zum Inventar der 3. Liga, in der Relegation scheiterten die Löwen am SSV Jahn Regensburg. Nicht nur die Ausschreitungen auf Seiten der 1860-Anhänger, die zu einer zwischenzeitlichen Spielunterbrechung führten, ließen erneut Zweifel am Relegationsmodus aufkommen.

Geht es nach Dr. Rainer Koch, den Vizepräsidenten beim Deutschen Fußball Bund, ist dieser Modus nach wie vor die richtige Vorgehensweise, um über die Klassenzugehörigkeit zu entscheiden. Bei Sky Sport News begründete der 58-Jährige seine Position.

„Fußball lebt von Emotionen.“

„Die Relegation ist durchaus sinnvoll. Im Fußball geht es um Emotionen, das macht diesen Sport aus“, betont Koch. Angesprochen auf die „Kluft“ die zwischen der ersten und zweiten sowie der zweiten und dritten Liga herrsche, äußerte sich der DFB-Vizepräsident so: „Ja, das stimmt. Aber das ist ja auch ein Argument für diesen Modus.“ Es müsse nach wie vor der sportliche Wettbewerb im Vordergrund stehen, die Ergebnisse sollten weiterhin die wichtigste Rolle spielen.

Die Relegation ist durchaus sinnvoll. (Dr. Rainer Koch)

Ein weiteres Gesprächsthema war die Zukunft der Löwen, denen Koch eine „gigantische Tradition“ attestierte. Die Geschehnisse, die sich im TSV-Block abgespielt haben, habe er nicht unbeteiligt verfolgt. Sollte der Verein es nicht bewerkstelligen können, die Lizenzanforderungen für die neue Spielklasse bis Freitag, 02. Juni, zu erfüllen, warf Koch schmunzelnd das Angebot in den Raum, die Regionalliga Bayern für die Löwen auf 19. Plätze aufzustocken.

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