Rot-Weiß Erfurt: Der Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Carsten Kammlott von Rot Weiß Erfurt

Lebensversicherung. Ohne die Tore von Carsten Kammlott (l.) würde es für RW Erfurt noch düsterer aussehen. ©Imago

Seit Einführung der neuen 3. Liga im Jahr 2008, zählen die Rot-Weißen aus Thüringen zum festen Inventar. Mit dem Abstiegskampf hatten die Erfurter während dieser Zeit meist wenig am Hut, nach der Hinrunde der aktuellen Spielzeit sollten die Verantwortlichen aus der Landeshauptstadt jedoch gewarnt sein. Nur zwei Pünktchen trennt RWE derzeit noch von einem Abstiegsplatz.

Vielversprechender Saisonstart

Gerade zu Saisonbeginn standen die Vorzeichen auf eine erfolgreiche und sorgenfreie Spielzeit. Nach dem 6. Spieltag standen die Rot-Weißen mit elf Zählern komplett im Soll, ein Torverhältnis von 8:6 deutete auf intakte Offensivreihen hin. In den folgenden 13 Partien konnten die Erfurter jedoch sowohl ihre Punkt-, als auch ihre Torausbeute lediglich verdoppeln und finden sich seit dem neunten Spieltag kontinuierlich im unteren Tabellenmittelfeld wieder.

Dem 2:1-Heimerfolg gegen Aufsteiger FSV Zwickau folgten drei Niederlagen gegen Paderborn, Osnabrück und Duisburg, sodass sich die Thüringer nach dem neunten Spieltag auf dem 15. Tabellenplatz wiederfanden. Seitdem stockt es etwas bei der Mannschaft von Coach Stefan Krämer, der seit Anfang 2016 für die Erfurter verantwortlich ist.

Zweitschwächste Offensive

Vor allem im heimischen Steigerwaldstadion bleiben die Rot-Weißen zu oft hinter den Erwartungen der eigenen Anhänger zurück. Mit der mageren Ausbeute von zehn Punkten, belegt RWE derzeit den vorletzten Rang in der Heimtabelle. Drei Erfolge vor eigenem Publikum stehen derzeit nur zu Buche, zudem konnte lediglich nur in einer weiteren Partie gepunktet werden. Passend dazu: Mit nur acht erzielten Toren in den bisherigen Heimspielen, nimmt RWE in dieser Statistik den schlechtesten Wert ein.

Auswärts konnte die Elf von Trainer Stefan Krämer zwar ebenfalls nur acht Treffer bejubeln, drei Siege und drei Remis spülen die Erfurter jedoch auf einen passablen neunten Rang im Auswärtstableau. In Summe stellen die Thüringer mit den erst 16 markierten Toren die zweitschwächste Offensive der Liga dar.

Zu abhängig von Kammlott?

Mit acht Toren teilt sich RWE-Angreifer Carsten Kammlott den dritten Rang in der aktuellen Torjägerliste der 3. Liga mit einigen anderen Akteuren, mit Blick auf die Torausbeute der Erfurter wird deutlich, dass der 26-Jährige bislang die Hälfte aller Treffer erzielte. Vielleicht wird die Tatsache, dass die Thüringer zu abhängig von Kamlotts Treffern sind, davon unterstrichen, dass Erfurt in fünf von sieben Spielen, in denen dem Angreifer ein Tor gelang, auch punkten konnten.

Von den Neuzugängen konnten sich vor allem Mikko Sumusalo (Linksverteidiger) und Liridon Vocaj (Defensives Mittelfeld) im Team etablieren. Auch Christopher Bieber bekommt im Sturmzentrum seine Einsatzzeiten, der 27-Jährige konnte bislang jedoch nur einen Treffer beisteuern.

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