Rot-Weiß Erfurt: Finanzielle Krise spitzt sich zu

Präsident Rombach befürchtet das Aus für den Klub

Rolf Rombach, Präsident von Rot-Weiß Erfurt.

Nachdenkliche Mine: Erfurts Präsident Rolf Rombach. ©Imago

Dass Rot-Weiß Erfurt Probleme finanzieller Natur hat, ist nichts Neues. Inzwischen sitzen die Thüringer auf einem Schuldenberg von 5,3 Millionen Euro. Das könnte dem Verein das Genick brechen, wie Präsident Rolf Rombach jetzt in der BILD (Ausgabe vom 13.02.2017) mehr als deutlich gemacht hat.

Wenn wir das nicht schaffen, dann war es das! (RWE-Präsident Rolf Rombach)

Rombach wörtlich: „Wir müssen nächste Saison den Etat erhöhen. Wenn wir das nicht schaffen, dann war es das! Dann werden wir die Liga nicht halten können.“ Ein erster wichtiger Schritt wäre die Ausgliederung der Profi-Abteilung, die auf einer Mitgliederversammlung im März beschlossen werden soll.

Zuschauerschwund

Ein großes Problem der finanziellen Misere sind auch die fernbleibenden Zuschauer. Ursprünglich hatten sich die Verantwortlichen vom Stadion-Neubau versprochen, dass mehr Fans den Weg in die Arena finden würden. Fakt ist aber, dass RWE nur bei Duellen mit anderen Ost-Klubs mehr als 8.000 Zuschauer begrüßen durfte. Zuletzt gegen den FSV Frankfurt waren es nicht einmal mehr 4.000 Fans. Bei so einer geringen Anzahl rechnen sich die Ausgaben (u.a. etwa 20.000 Euro für den Sicherheitsdienst) praktisch nicht.

Rot-Weiß Erfurt muss also einerseits zusehen, die eigenen Fans wieder zu mobilisieren. Auf der anderen Seite ist es aber mindestens genauso wichtig, dass es sportlich weiterhin aufwärts geht. Die ersten Schritte wurden mit dem Sieg gegen Frankfurt und dem Unentschieden in Aalen bereits gemacht. Am kommenden Samstag kommt Aufsteiger Lotte ins Steigerwaldstadion.

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