SC Paderborn 07: Der Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Sebastian Schonlau, Defensiv-Spezialist des SC Paderborn 07.

Sebastian Schonlau bestritt, von einer Gelbsperre abgesehen, bislang alle Spiele für Paderborn. ©Imago

Der SC Paderborn 07 erlebte in den vergangenen anderthalb Jahren eine Talfahrt sondergleichen: Im Mai 2015 stiegen die Ostwestfalen aus der Bundesliga ab, ein Jahr später folgte gleich der nächste Abstieg, dieses Mal aus dem Fußball-Unterhaus. Nun ist der SCP in der 3. Liga angekommen – aber auch dort muss der Verein aktuell um den Klassenerhalt bangen. Liga-Drei.de blickt auf die weitgehend verkorkste Hinrunde der Paderborner zurück!

Defensive muss verbessert werden

Nach dem großen Umbruch im Sommer, als inklusive der Leih-Spieler 21 Akteure die Ostwestfalen verließen, war klar, dass sich das neue Team erst würde finden müssen. Dass es allerdings so lange dauern würde, damit hätten die meisten wohl nicht gerechnet. Anfangs wechselten sich Niederlagen und Siege fast im Wochen-Rhythmus ab. Erst am 12. Spieltag teilte sich der SCP erstmals die Punkte mit dem Gegner.

Gleichzeit war das torlose Unentschieden gegen Halle auch das erste Spiel, in dem die Paderborner keinen Gegentreffer schlucken mussten. Überhaupt ist die Defensive das große Problem, ist die Hintermannschaft doch die schlechteste der 3. Liga. Der absolute Tiefpunkt war der blutleere Auftritt beim 0:6 in Lotte. Danach musste Trainer René Müller seine Koffer packen.

Die Moral stimmt

Nach dem Zwei-Spiele-Intermezzo von Interimstrainer Florian Fulland übernahm Anfang Dezember Stefan Emmerling den Trainerjob an der Pader. Gemeinsam mit dem neuen, alten Präsidenten Wilfried Finke soll er den Karren nun aus dem Dreck ziehen und den SCP – möglichst noch in dieser Saison – an die Aufstiegsplätze heranführen. Die ersten Auftritte machen Mut. Nach dem 1:0 in Münster konnte der SCP auch das darauf folgende Heimspiel gegen den VfL Osnabrück gewinnen (3:1) und den Abstand nach oben auf acht Punkte verkürzen.

Eine der wenigen positiven Dinge, an denen sich die Spieler aufrichten können, ist die eigene Moral: Nach Rückständen haben die Paderborner schon sieben Punkte geholt, mehr als jeder Konkurrent in der 3. Liga. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass der Zweitliga-Absteiger viel zu oft einem Rückstand hinterherlaufen musste. Auch im Mittelfeld gibt es hinsichtlich der Torgefährlichkeit noch Steigerungspotenzial: Nur drei Tore wurden von Mittelfeldspielern erzielt, so wenige wie bei keinem anderen Team.