SC Paderborn 07: Große Finanzsorgen vor Abstiegsendspiel

SCP-Präsident Finke schlägt Alarm

Paderborns Präsident Finke schlägt Alarm

Blick in eine ungewisse Zukunft: Paderborn-Präsident Wilfried Finke. © Imago

Kurz vor dem Abstiegsendspiel ist beim SC Paderborn 07 auch die finanzielle Zukunft ungewiss. Präsident Wilfried Finke schlug vor dem Saisonfinale beim VfL Osnabrück mit drastischen Worten Alarm.

Es muss schon ein kleines Wunder passieren. (Wilfried Finke)

„Das Loch ist so groß, dass wir es allein nicht stopfen können“, sagte Finke dem Westfalen-Blatt. Die Hoffnungen des Möbel-Unternehmers auf Rettung scheinen zudem eher klein: DDie Situation ist so düster, wie ich sie noch nicht erlebt habe. Es muss schon ein kleines Wunder passieren.“

SCP-Etat erst zu einem Drittel gedeckt

Zur Deckung des Etats für die kommende Drittliga-Spielzeit fehlen Paderborn dem Bericht zufolge noch rund 6,5 Millionen Euro. Nur ein gutes Drittel des Budgets von drei Millionen Euro ist durch Sponsoren abgesichert. Bis zum 2. Juni müssen die Ostwestfalen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Erfüllung aller Auflagen für eine neue Drittliga-Lizenz nachweisen.

Zwar war der SCP vor Jahresfrist sogar noch schuldenfrei, doch bereits Anfang März hatte Finke vor einem finanziellen Kollaps gewarnt und ein Saison-Minus von 2,5 Millionen Euro vorausgesagt. Schon zum damaligen Zeitpunkt nannte der Vereinschef eine Rückkehr in die zweite Liga alternativlos, weil die 3. Liga mit hohen Kosten und wenig Einnahmen für den Klub nicht zu stemmen sein würde.

In Paderborns prekärer Lage ruhen große Hoffnungen auf der Stadt. Finke erinnerte in der jüngeren Vergangenheit mehrfach daran, dass der Verein in sportlich besseren Zeiten seit 2012 alleine an die Kommune 2,5 Millionen Euro steuern gezahlt hätte. Finkes Vorstellungen zufolge kann nur ein Solidarpakt zwischen Verein, Stadt, Wirtschaft, Banken und Mitgliedern eine Trendwende bewirken.

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