Sportfreunde Lotte: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Fans und Spieler der Sportfreunde Lotte auf dem Zaun

Der Pokal bescherte allen Lotteranern wohl die einprägsamsten Momente. ©Imago/Joachim Sielski

Vor der zurückliegenden Spielzeit haben sicherlich einige Experten den Sportfreunden aus dem Tecklenburger Land den Abstieg attestiert, startete Lotte doch als aufstrebender „Dorfverein“ in seine erste Drittliga-Saison.

Es kam bekanntlich anders. Liga-Drei.de blickt auf die Saison zurück, verrät Positives und Negatives.

Was war gut?
Die Saison – in der Liga und im Pokal. Zur Winterpause rangierten die Kicker vom Autobahnkreuz noch in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen, in der Rückrunde ließ der Aufsteiger diesen Kontakt jedoch abreißen.
Dennoch spielte das Team von Trainer Ismail Atalan eine starke Premierensaison in der 3. Liga. Höhepunkte waren zudem die Auftritte im Pokal, Bremen, Leverkusen und 1860 München fanden in Lotte ihren Meister.

Was war schlecht?
Die erste Hälfte. Lotte ging nur in sieben Partien vor dem Pausentee in Front, zudem konnten die Sportfreunde lediglich 14 Treffer im ersten Spielabschnitt erzielen und insgesamt 17 Zähler einfahren. Mit sieben gegnerischen Treffern und nur zwei eigenen Toren in den ersten 15 Spielminuten starteten die Lotteraner oftmals schlecht in die Partie.

Ismail Atalan, Trainer der Sportfreunde Lotte

Ismail Atalan wusste als SFL-Coach zu überzeugen. ©Imago

Wer hat überrascht?
Der Trainer. Ismail Atalan steht bei den Blau-Weißen zwar schon seit Anfang 2015 unter Vertrag, so richtig aufmerksam wurde man auf den 37-Jährigen erst in dieser Spielzeit. Neben der Saison machte Atalan zudem seinen Fußball-Lehrer an der Hennes-Weisweiler-Akademie.

Wer hat enttäuscht?
Wenn man an dieser Stelle die Personifizierung des Rasens aus dem Frimo-Stadions erlaubt sei, dann ist dieser zu nennen. Einige Ligaspiele waren gefährdet, zwei wurden abgesagt, zudem wurde der Rasen durch die Pokal-Absage gegen den BVB bekannt.
Mit den Einnahmen aus dem DFB-Wettbewerb soll das grüne Geläuf in der Sommerpause erneuert werden.

Wie haben sich die Neuen geschlagen?
Yannick Zummack und David Buchholz blieb auf der Torhüter-Position nur die Reservistenrolle, Tobias Haitz hatte Verletzungspech und musste sein Debüt auf die kommende Saison verschieben. Dennis Engel, Marcel Kaffenberger und Patrick Schikowski kamen nur sporadisch zum Einsatz.

Phillipp Steinhart hingegen zeigte seine Qualitäten und durfte 30-mal ran, wechselte dabei zwischen der rechten defensiven und offensiven Position. Jaroslaw Lindner etablierte sich im Laufe der Saison als Alternative für die Offensive, Saliou Sané kam im Winter und durfte ebenfalls einige Male ran.

Wie geht’s weiter?
Die Sportfreunde lassen sich gewöhnlich viel Zeit mit Personalentscheidungen, in den kommenden Tagen wird jedoch mit einigen Bestätigungen gerechnet. Auch der Verbleib von Trainer Atalan soll zeitnah fixiert werden.

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