SV Wehen Wiesbaden: Der Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Kevin Pezzoni von Wehen Wiesbaden

Einer der besseren Akteure. Kevin Pezzoni lieferte in der Hinrunde stabile Leistungen ab. ©Imago

Der letzte Sieg liegt mittlerweile zehn Spieltage zurück, seitdem konnten die Hessen nur vier weitere Punkte sammeln. Dank dieser Negativserie rutschte das Team von Trainer Torsten Fröhling am 18. Spieltag erstmals auf einen Abstiegsplatz, auf dem der SVWW nun auch überwintern wird. Welche Gründe es für die sportliche Schieflage gibt, erfahrt Ihr in unserem Hinrunden-Rückblick.

Weiter mit Torsten Fröhling

Im ersten Hinrundenabschnitt konnten die Hessen souveräne Erfolge gegen Fortuna Köln (3:0) oder FSV Zwickau (3:0) feiern, selbst der aktuelle Spitzenreiter aus Duisburg sah bei seinem Gastauftritt in der BRITA-Arena alt aus (ebenfalls 3:0). Dem Sieg gegen Mainz II, folgte ein Auswärtserfolg in Bremen am 10. Spieltag – seitdem wartet der SVWW auf einen dreifachen Punkterfolg.

Trotz der anhaltenden sportlichen Misere, entschieden sich die Verantwortlichen beim SVWW Anfang Dezember dazu, die Zusammenarbeit mit Trainer Torsten Fröhling bis 2019 fortzusetzen – sicherlich eine mutige Entscheidung im heutigen Profifußball. Fröhling konnte bereits in der vergangenen Spielzeit zeigen, dass er das Team zum Klassenerhalt führen kann – wenn auch erst am letzten Spieltag durch einen 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart II.

Keine Belohnung für Comeback-Qualitäten

In drei Partien gaben die Hessen eine Führung noch aus der Hand, in zwei Fällen endete die Partie mit einem Remis, einmal gingen die Wehener noch als Verlierer vom Feld. Comeback-Qualitäten kann man dem Team angesichts der Tatsache, dass bislang fünf Rückstände egalisiert werden konnten, sicherlich nicht abstreiten, in vier Spielen davon kassierte der SVWW jedoch den erneuten Rückstand und kam nicht mehr ins Spiel zurück.

Oftmals waren es knappe Misserfolge, die die Wehener einstecken mussten. In fünf von neuen Fällen betrug die Differenz einen Treffer, je zwei Partien endeten mit zwei bzw. drei Toren Unentschieden. Bis auf die beiden 0:3-Niederlagen, in denen der SVWW verdient ohne Punkt blieb, gab es in dieser Spielzeit kein Spiel, in denen die Hessen chancenlos waren oder gar eine „Packung“ kassierten.

Mit 21 erzielten Treffern liegt Wehen Wiesbaden absolut im Soll, bewegen sich Mannschaften wie der Hallesche FC oder der VfR Aalen ebenfalls in dieser Region. Zehn Spieler konnten in dieser Spielzeit bislang mindestens einmal treffen, mit jeweils drei Toren belegen die Mittelfeldspieler Philipp Müller, David Blacha und Robert Andrich den obersten Rang in dieser Statistik. Doch dass mit Markus Kolke ausgerechnet ein Torhüter zu den stabilsten und formstärksten Spielern der 3. Liga zählt, spricht nicht gerade für die Ausrichtung der Wehener.