SV Wehen Wiesbaden: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Das Team vom SV Wehen Wiesbaden freut sich.

Schafften nach einigen brenzligen Wochen den Klassenerhalt. Der SV Wehen Wiesbaden. ©Imago/Jan Hübner

Die abgelaufene Spielzeit beendete der SVWW auf dem siebten Tabellenplatz, was auf den ersten Blick nach einer entspannten Spielzeit klingt. Doch betrachtet man den Saisonverlauf der Hessen, gab es einige brenzlige Situationen.

Liga-Drei.de nimmt diesen Verlauf nochmal näher unter die Lupe und zeigt Euch zudem, was gut und was schlecht lief.

Was war gut?
Der Anfang und das Ende. Zu Saisonbeginn wirkte der SVWW gefestigt und holte beispielsweise einen Punkt gegen den späteren Aufsteiger aus Kiel, das Heimspiel gegen den MSV Duisburg konnte mit 3:0 klar für sich entschieden werden.
Nach einer schwachen Phase zur Saisonmitte, die auch Coach Torsten Fröhling den Job kostete, fand das Team unter Rüdiger Rehm wieder zunehmend in die Spur.

Was war schlecht?
Die Phase zwischen Mitte Oktober und Februar hätte dem Verein fast die Klassenzugehörigkeit gekostet, am 22. Spieltag rangierten die Hessen gar auf einem Abstiegsplatz. In zwölf Spielen konnte kein einziger Sieg eingefahren werden, sechs Zähler sprangen dabei lediglich heraus.

Wer hat überrascht?
Rüdiger Rehm. Unter ihm gab es in 16 Spielen nur drei Niederlagen, zudem gelang seinem Team die Qualifikation für den DFB-Pokal für die kommende Spielzeit. Ein Blick auf die Statistik unterstreicht dies: 22 Spiele gab es ohne Rehm, dabei holten die Hessen 22 Punkte und erzielten 22 Tore. In den 16 Spielen mit Rehm gab es 31 Punkte und 23 Tore.

 

Rüdiger Rehm, Trainer beim SVWW

Rüdiger Rehm führte den SVWW in die sichere Spur. ©Imago

Wer hat enttäuscht?
Vielleicht darf hier die Personalpolitik der Wehener angesprochen werden. Jaroslaw Lindner und Fabian Franke wurden erst Mitte August vergangenen Jahres abgegeben, beide zeigten sich in ihren neuen Vereinen als Verstärkung.
Mit Kerem Bulut wurde zudem im Winter ein Spieler verpflichtet, der als Junioren-Nationalspieler Australiens Hoffnungen weckte – Ende April trennten sich die Wege jedoch schon wieder. Ähnlich sah dies bei Sertan Yegenoglu aus.

Wie haben sie die Neuen geschlagen?
Manuel Schäffler und Philipp Müller beispielsweise konnten dem Team auf Anhieb weiterhelfen. Schäffler zählte zu den torgefährlichsten Angreifern der Liga, mit 13 Toren teilte er sich in der Endabrechnung den vierten Rang drei weiteren Akteuren. Müller steuerte vier Treffer und sechs Vorlagen bei, kam dabei meist auf der rechten Seite zum Einsatz.

Auch Robert Andrich und Jules Schwadorf zählten im Mittelfeld zum Stammpersonal. Mit Marc Lorenz hatte Schwadorf einen starken Mitbewerber im Rennen um die linke Außenbahn vor sich, in der kommenden Spielzeit könnten die Einsatzminuten jedoch zunehmen, da Lorenz den SVWW gen KSC verlassen wird.

Im Winter kamen mit Sascha Mockenhaupt, Patrick Breitkreuz, Dominik Nothnagel und Evans Nyarko gleich vier neue Akteure, nur Mockenhaupt entpuppte sich dabei als Verstärkung. Der 25-Jährige brachte es in der Rückserie auf 17 von 19 möglichen Einsätzen in der Innenverteidigung.

Wie geht’s weiter?
Mit Schäffler und Kevin Pezzoni bleiben zwei wichtige Eckpfeiler der Rehm-Elf auch in der kommenden Spielzeit erhalten, mit Sören Reddemann, Agyemang Diawusie und Lukas Watkowiak konnten bereits drei junge Talente nach Hessen geholt werden. Der Abgang von Lorenz muss kompensiert werden.

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