VfL Osnabrück: Der Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Marc Heider ist zurück bei seinem Jugendverein.

Kam im Sommer neu zum VfL Osnabrück und wurde sofort zum Stammspieler: Marc Heider. ©Imago

Nach sechs Jahren in der 3. Liga hat der VfL Osnabrück in diesem Jahr sehr gute Chancen, endlich wieder in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Nicht nur viele Fans der „Lila-Weißen“ meinen, dass der VfL dort auch hingehört, schließlich standen die Hansestädter in den vergangenen Jahren fast immer in der Top 5 der 3. Liga. Wir verraten Euch in unserem Hinrunden-Rückblick, warum die Osnabrücker nun wieder den Weg nach oben antreten könnten!

Derbysieg als Startschuss

Was will man mehr? Der Spielplan bescherte den Niedersachsen gleich zum Saisonauftakt das Derby beim alten Rivalen Preußen Münster. Im Nachhinein muss man wohl sagen, dass dem VfL nichts besseres hätte passieren können, schließlich gewann er an der Hammer Straße mit 1:0 und legte so den Grundstein für die bislang sehr erfolgreiche Spielzeit. Zwischendurch gab es aber natürlich auch bittere Niederlagen wie bei Werder Bremen II (2:4), in Chemnitz (0:3) und gegen Regensburg (1:2).

Im Endeffekt muss man allerdings festhalten, dass es Trainer Joe Enochs in kritischen Phasen immer wieder geschafft hat, seine Mannschaft zurück auf den richtigen Weg zu führen. Das 2:1 in Rostock am 11. Spieltag war eine weitere Initialzündung, denn in dieser Partie fand Enochs – auch aufgrund der Gelbsperre von Bastian Schulz – zu seiner defensiven Stammformation. Die Viererkette mit Alexander Dercho, Tobias Willers, Marcel Appiah und Nazim Sangaré ließ die Vereinsikone seither (von gezwungenen Umstellungen wegen Sperren abgesehen) unverändert.

Verletzungen sollten ausbleiben

Wie eigentlich jede anderen Mannschaft, sollten aber auch die „Lila-Weißen“ darauf hoffen, dass sie vom Verletzungspech weitestgehend verschont bleiben. Während der längerfristige Ausfall von Kapitän Halil Savran von den Stürmern Kwasi Okyere Wriedt und Robert Kristo noch einigermaßen gut aufgefangen wurde, war das bei den Verletzungen der defensiven Mittelfeldspieler Christian Groß und Anthony Syhre zum Ende der Hinrunde schon anders. Ohne die beiden Abräumer zeigte der VfL in Köln und gegen Zwickau die vielleicht schlechtesten Saisonspiele.

Aus Sicht des VfL bleibt zu hoffen, dass der Start in die Rückrunde gelingt. Zum Auftakt warten mit Münster, Duisburg und Magdeburg schon an den ersten vier Spieltagen drei sehr unangenehme Gegner. Zudem wird im Aufstiegsrennen wichtig sein, dass die Osnabrücker an der heimischen Bremer Brücke weiterhin so stark auftreten wie bisher: Nur Regensburg entführte alle drei Punkte aus der Hansestadt, ansonsten gab es sechs Siege und zwei Unentschieden.