VfL Osnabrück: Halil Savran sauer auf eigene Fans

Pfiffe beim Sieg gegen Zwickau sorgen für Unverständnis

Fans des VfL Osnabrück.

Die Ostkurve sorgt in Osnabrück gewöhnlich für gute Stimmung. Am Samstag waren aber einige Pfiffe zu hören. ©Imago

Normalerweise sollte beim VfL Osnabrück alles in bester Ordnung sein. Die Mannschaft ist Tabellen-Zweiter mit zwei Punkten Rückstand auf Duisburg und ebenso vielen Zählern Vorsprung auf Magdeburg. Bereits zum siebten Mal in dieser Saison kassierte Torwart Marius Gersbeck beim 1:0-Sieg gegen Zwickau am Samstag kein Gegentor, die „Lila-Weißen“ sind seit mittlerweile fünf Partien ungeschlagen.

Das hat die Mannschaft nicht verdient. (Halil Savran)

Dennoch sorgte das Spiel gegen den Aufsteiger bei einigen Fans für Unmut. Zugegeben: Die Leistung des VfL war schlecht, der Sieg mehr als glücklich. Trotzdem konnte Halil Savran nicht verstehen, warum es Pfiffe aus dem Publikum gab. Im kicker (Heft 100 vom 12.12.2016) sagte der Kapitän: „Das hat die Mannschaft nach diesem Saisonverlauf nicht verdient, dafür habe ich kein Verständnis.“

Groß und Syhre fehlen

Sicher hat der 31-Jährige damit nicht Unrecht. Fakt ist aber auch, dass schon der Punktgewinn bei Fortuna Köln in der Vorwoche mit einer ordentlichen Portion Glück verbunden war. Es fällt einfach auf, dass im defensiven Mittelfeld die ordnenden Füße fehlen, seit Christian Groß und Anthony Syhre verletzt sind. Am Samstag durften sich auf ihren Positionen zunächst Kamer Krasniqi und Bastian Schulz versuchen.

Die drei Punkte haben wir. (Bastian Schulz)

Letzterer zeigte eine schwache Vorstellung und wurde nach knapp einer Stunde Spielzeit von Simon Tüting ersetzt, der nach über einem Jahr Pause (Knöchelbruch) sein Comeback in der 3. Liga feierte. Tüting half mit viel Einsatz, den Sieg über die Zeit zu bringen. Das Fazit der Partie lieferte aber letztlich der ausgewechselte Schulz: „Das war nicht gut, aber wir können es besser. Und die drei Punkte haben wir.“