VfL Osnabrück: Richtige Reaktion ist gefragt

Folgt der Pleite in Halle ein Sieg im Top-Spiel?

Christian Groß gilt als starker Zweikämpfer mit guter Übersicht.

Hat in dieser Saison noch keine Minute verpasst: VfL-Interimskapitän Christian Groß. ©Imago

Nein, wirklich gut war die Leistung des VfL Osnabrück beim 0:1 in Halle vergangene Woche nicht. Zwar waren die „Lila-Weißen“ in einer Drangphase Mitte der 2. Halbzeit nah dran am Ausgleich, aber im Endeffekt wäre ein Punktgewinn schon sehr glücklich gewesen. Jetzt braucht es eine schnelle Reaktion, denn mit dem FSV Frankfurt kommt am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) der nächste starke Gegner an die Bremer Brücke. Die Männer vom Bornheimer Hang sind seit sieben Spielen ungeschlagen.

Die Leistungsdichte ist enorm. (Alexander Dercho)

Wobei: Angesichts der Ausgeglichenheit der 3. Liga ist aktuell wohl jeder Kontrahent ein starker Gegner. Das sieht auch Osnabrücks Alexander Dercho so. Im kicker (Heft 89 vom 03.11.2016) sagte der Linksverteidiger: „Die Leistungsdichte ist enorm, das Niveau steigt, die individuelle Qualität auch. Der Zweite kann beim Letzten untergehen. Es reicht, wenn drei, vier Spieler keinen guten Tag haben – dann verliert man gegen jeden anderen der Liga.“

Kehrt Schulz in die Startelf zurück?

In Halle war auffällig, dass der VfL oftmals nicht schnell genug von Defensive auf Offensive umschaltete. Ob das für Trainer Joe Enochs ein Grund ist, seine Startelf zu verändern, bleibt allerdings fraglich. Der zu Saisonbeginn gesetzte Bastian Schulz wird sicher darauf hoffen – allerdings müsste Enochs dann wohl den defensivstarken Sechser Anthony Syhre auf der Bank lassen. Denn noch mehr Umstellungen (Appiah als Rechtsverteidiger, Sangaré auf der Bank) sind eher unwahrscheinlich.

Interessant wird zu sehen sein, wie der Ex-Osnabrücker Massimo Ornatelli an der Bremer Brücke empfangen wird. Der 30-Jährige war vor der Saison nicht gerade geräuschlos vom VfL zum FSV Frankfurt gewechselt. Dort blüht der Deutsch-Italiener momentan richtig auf (vier Tore, acht Vorlagen). Vielleicht auch deshalb, weil Ornatelli inzwischen nicht mehr auf der rechten Außenbahn, sondern im offensiven Mittelfeld aufläuft.