VfL Osnabrück: Spieler belasten Mr. X

Menga & Heider weisen Schuld von sich

Addy-Waku Menga vom VfL Osnabrück

Belastet einen namentlich nicht genannten Kollegen. Addy-Waku Menga weist die Schuld von sich. ©Imago

In die Manipulationsaffäre beim VfL Osnabrück ist zusätzliche Bewegung gekommen. Zu dem unter Verdacht stehenden Trio gehören nach Angaben der Neuen Osnabrücker Zeitung die Spieler Addy Waku Menga und Marc Heider. Beide beschuldigen jedoch einen noch nicht bekannten Kollegen als Drahtzieher.

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„Wir wissen, dass wir einen Riesenfehler gemacht haben. Das war einfach dumm“, erklärte Heider zu Kontakten beider Spieler zu ihrem Ex-Team von Werder Bremen II: „Aber wir haben die Tragweite nicht erkannt.“ Der 31-Jährige bestritt wie der zwei Jahre ältere Menga jedoch konkrete Verhandlungen oder gar Geldforderungen für einen Sieg gegen Bremens Abstiegsrivale SC Paderborn.

Mutmaßlicher Drahtzieher wird nicht genannt

Menga belastete vielmehr einen „Mr. X“ aus dem VfL-Kader der Anstiftung. Der Mitspieler hätte die früheren Werder-Kicker mehrfach aufgefordert, ihre noch bestehenden Kontakte zu den Hanseaten spielen zu lassen, um die Tabellensituation vor dem letzten Spieltag finanziell auszunutzen. Er hätte danach in einem Telefonat mit seinem Werder-Kontakt von den Plänen und Vorstellungen des Osnabrücker Kollegen berichtet. Sein Bremer Freund hätte empört reagiert. „Damit“, sagte Menga,  „war der Fall für mich erledigt.“

Den Namen des mutmaßlichen Drahtziehers der Manipulationsaffäre wollen weder Verein noch Mannschaft öffentlich nennen. Sollten sich die Vorwürfe allerdings bewahrheiten, drohen ihm sowohl vom DFB als auch vom Verein entsprechende Sanktionen. Gleiches dürfte auch für Menga und Heider gelten, die sich als Mitwisser und Mittelsmänner schuldig gemacht haben.

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