Werder Bremen II: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Spieler von Bremen II bilden eine Jubeltraube

Dürfen auch in der nächsten Saison wieder in der dritten Liga jubeln: Die Kicker von Werder Bremen II. ©Imago/foto2press

Das Ziel Klassenerhalt wurde erfüllt, wenn auch denkbar knapp. Erst am letzten Spieltag rettete sich Bremen II und spielt damit auch im kommenden Jahr in der dritten Liga. Während der Saison musste die Bremer U23 dabei den Abgang von Trainer Alexander Nouri zu den Profis verkraften.

Wie Bremen II das gemeistert hat & was sonst gut und was schlecht war, zeigt Liga-Drei.de

Was war gut?
Zum Ende der Saison behielten die Werderaner die Nerven. Am vorletzten Spieltag holten sie ein 4:0 bei Absteiger FSV Frankfurt, darauf folgte der wichtige 1:0 Sieg gegen Aalen. Dadurch gelang den Bremern doch noch der Sprung auf Rang 17. Beide direkten Duelle mit Konkurrent Paderborn gewann der SVW II, das waren am Ende die entscheidenden Punkte im Abstiegskampf.

Was war schlecht?
Gerade als es so aussah, als ob Bremen sich im Tabellenmittelfeld festsetzen würde, folgte der Absturz. Nur vier Punkte aus zehn Spielen holte die Kohfeldt-Truppe zwischen den Spieltagen 27 und 36. Mit 15 Treffern stellten die Werderaner nach Absteiger Frankfurt und dem Halleschen FC die drittschlechteste Offensive der Rückrunde .

Wer hat überrascht?
Niklas Schmidt kam von der eigenen U19 und setzte sich auf Anhieb im Mittelfeld der Bremer durch. Der deutsche Jugendnationalspieler schaffte in 32 Partien zwei Tore und vier Vorlagen und steuerte sogar in der Bundesliga beim 2:1-Sieg von Werder gegen Wolfsburg einen Assist bei.

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Vom Pech verfolgt: Justin Eilers zog sich einen Kreuzbandriss zu und fällt damit für die Hinrunde der kommenden Saison aus. ©Imago/foto2press

Wer hat enttäuscht?
Melvyn Lorenzen wurde in den letzten zwei Jahren an die Bundesliga-Mannschaft herangeführt und galt als hoffnungsvolles Talent. In diesem Jahr war der 22-jährige nur Ergänzungsspieler in der zweiten Mannschaft der Bremer und schoss lediglich zwei Tore. Er verlässt Werder zum Saisonende.

Wie haben sich die Neuen geschlagen?
Seine Entwicklung genommen hat Dominic Volkmer. Der 21-jährige machte vor zwei Jahren für Oldenburg in der Regionalliga nur zwei Spiele, wurde in der folgenden Saison Stammspieler beim VfB und bestritt in dieser Saison eine solide Spielzeit in der dritten Liga, weitesgehend in der Stammformation. Er machte am letzten Spieltag das Tor zum Sieg gegen Aalen und sorgte damit für den Klassenerhalt.

Marc Pfitzner kam aus Braunschweig. Der 32-jährige sollte mit seiner Erfahrung die junge Mannschaft anführen. Auf dem Platz konnte er das nur selten, lediglich 15 Startelf Einsätze hatte Pfitzner in dieser Saison.

Ex-Herthaner Leon Jensen hatte es anfangs schwer in die Mannschaft zu kommen. Gegen Ende der Saison bekam der 19-jährige jedoch seine Einsatzzeit und zeigte dabei, dass er in der dritten Liga mithalten kann. Allerdings braucht er noch Zeit, um sich zu entwickeln.

Wie geht´s weiter?
Ziel der U23 ist es, Jugendspieler an den Profibereich heranzuführen und so wird im Sommer wohl das ein oder andere Talent aus der U23 zur Mannschaft stoßen. Die Werder Verantwortlichen wollen Spieler mit Entwicklungspotential in ihren Reihen und haben dafür im Kader Platz gemacht.

Mohamed Aidara, Melvyn Lorenzen, Enis Bytyqi und Sefa Kahrman müssen den Verein verlassen. Außerdem schließt sich Torben Rehfeldt dem VfR Aalen an. Am Mittwoch den 21.6. startet die Vorbereitung auf die neue Saison. Drei Tage später geht es ins Trainingslager nach Ankum.

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