1. FC Kaiserslautern: Drittliga-Erfahrung dringend gesucht

Ikone Wagner stellt Sportvorstand Bader infrage

Zukunft in der dritten Liga? FCK-Profi Philipp Mwene (l.)

Kein Spieler für Liga drei. Philipp Mwene wird den FCK wohl verlassen (l.). ©imago/agentur 54grad

Beim 1. FC Kaiserslautern haben nach dem historischen Zweitliga-Abstieg die konkreten Personalplanungen für die dritte Liga begonnen. Für den angestrebten Wiederaufstieg wollen die Pfälzer dabei außer besonders auf Spieler aus den eigenen Reihen auch auf Zugänge mit Erfahrung in ihrer künftigen Spielklasse setzen.

Wir brauchen Bewusstsein, was es bedeutet, in Halle, in Zwickau oder Osnabrück zu spielen. (Martin Bader)

Sportvorstand Martin Bader bestätigte im Fachmagazin Kicker (Heft 36 vom 30.04.2018) dahingehende Pläne. „Wir brauchen das Bewusstsein, was es bedeutet, in Halle, in Zwickau oder in Osnabrück Fußball zu spielen“, sagte Bader. Vier bis fünf Kandidaten auf einen Platz im Team von Trainer Michael Frontzeck sollten den Drittliga-Alltag kennen und erlebt haben, „um es in der Kabine den anderen zu erzählen“.

Momentan nur vier Spieler mit Drittliga-Verträgen

Die „Roten Teufel“ haben derzeit nur mit vier Spielern auch für die dritte Liga gültige Verträge. Baders bisherige Planungen sehen allerdings neue Kontrakte mit zwei bis vier weiteren Profis aus dem derzeitigen Kader vor, zu denen auch Gino Fechner gehören soll, wie unser Schwester-Portal Liga-Zwei.de vergangene Woche exklusiv berichtete. Außerdem sollen aus dem Nachwuchs und aus dem Oberliga-Team des Ex-Meisters mehrere Spieler hochrücken.

Bader will bei der Zusammenstellung des künftigen Personaltableaus auch das Verhältnis zu den Fans im Hinterkopf behalten. Der FCK müsse seinem Anhang zeigen, „dass die Mannschaft nicht wegbricht“, und ein Team mit „regionaler Identität“ bilden, sagte Bader in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 30.04.2018). Durch das verspielte Vertrauen der Fans und den verlorenen Kredit bei den Anhängern „müssen wir liefern“.

Nach den Vorstellungen von FCK-Ikone Martin Wagner allerdings sollte Bader nach dem erstmaligen Sturz des Traditionsklubs in die Drittklassigkeit gar nicht mehr für die Zukunftsplanungen zuständig sein. Der Ex-Nationalspieler monierte jedenfallls im Kicker die vergleichsweise hohen Kosten für den Management-Bereich im finanziell eingeschränkten Rahmen des Vereins: „Benötigt man in der 3. Liga einen Sportvorstand oder einen Sportdirektor? Da sollte der Sparkurs einmal angesetzt werden.“

Bei aller Skepsis gegenüber der heutigen FCK-Führung geht Wagner allerdings von einer Rückkehr des Klubs in die zweite Liga aus. Wenn Lautern ein neues Kapitel schreibe, sagte der Meister-Spieler von 1998 in der Bild, „dann kommt der Verein wieder dorthin, wo er hingehört“.

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