1. FC Kaiserslautern: Schwieriges Spiel gegen SV Meppen

Zwischen finanzieller Hängepartie und Saisonfinale

Steffen Puttkammer grätscht gegen Florian Pick

In der Hinrunde gewannen Pick (r.) und der FCK 1:0. Das Rückspiel steht nun unter einem schwierigeren Stern. ©Imago images/Eibner

Es gerät fast in Vergessenheit, dass der 1. FC Kaiserslautern am Samstag sein letztes Ligaspiel der Saison bestreitet. Zu groß ist (berechtigterweise) die Aufregung um die künftige Ausrichtung des Vereins, der seine finanzielle Situation in Kürze dem DFB darlegen muss, um die Lizenz für die kommende Spielzeit zu erhalten.

Wie es beim Traditionsverein vom Betzenberg weitergeht, ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt für alle Beteiligten ungewiss. Dazu zählen auch die Spieler des FCK. Es ist nur schwer vorstellbar, dass die prekäre Situation abseits des Platzes nicht in den Köpfen der Akteure steckt, wenn es am Samstag gegen den SV Meppen auf dem Platz geht.

Hildmann-Appell

Die Pfälzer müssen also zunächst gegen sich selbst gewinnen und treffen dann eben auf einen Gegner, der wohl genau das machen wird, was Lautern nicht kann: Frei aufspielen. In Bezug auf die keineswegs überzeugenden Vorstellungen nach dem gesicherten Klassenerhalt haben die Emsländer einiges gutzumachen, zumal ein weiterer Anreiz wartet: Bei einem Sieg könnten die Gäste den FCK in der Tabelle überholen.

Gegen die Pfälzer spricht jedenfalls die aktuelle Form von nur einem Sieg in den letzten sechs Partien. Dagegen hält der Lauterer Trainer Sascha Hildmann, der vor allem für die Anhänger einen versöhnlichen Saisonabschluss hinlegen will. „Es ist unser Ziel, die verbleibenden Spiele auch für unsere Fans positiv zu gestalten“, so Hildmann auf der Pressekonferenz vor dem Spiel und meint damit auch die wichtige Partie gegen Wormatia Worms im Finale des Südwestpokals.

Ablenkung in Morbach

Positive sportliche Nachrichten werden in Lautern derzeit dringend benötigt, wenn sie schon nicht aus der Vereinsführung kommen. Immerhin kann sich der FCK am Samstagabend wieder ein Stück weit an seine glorreiche Vergangenheit erinnern.

Dann findet in Morbach die 1. Horst-Eckel-Gala statt. Der Lauterer Weltmeister von 1954 lädt zu einem bunten Abend, zu dem auch viele ehemalige Lauterer Größen erwartet werden. Die Reinerlöse der Gala fließen in die Horst-Eckel-Stiftung, die sich für Bildungsförderung einsetzt.