1. FC Kaiserslautern: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Theodor Bergmann und Florian Dick beim Freistoß

Zukunft und Tradition des FCK in Person: Theodor Bergmann und Florian Dick. ©Imago/Werner Schmitt

Der Abstieg des 1. FCK aus der 2. Bundesliga war eine Katastrophe für die ganze Region, aber auch der vorläufige Endpunkt eines lange anhaltenden Niedergangs. Mit Aufbruchsstimmung gehen die Roten Teufel das „Projekt Wiederaufstieg“ an. Schon in der Rückrunde hatte die Mannschaft unter Michael Frontzeck ein anderes Gesicht gezeigt und lange seine Chance auf den Klassenerhalt gewahrt.

Ob die Lauterer für die 3. Liga gerüstet sind und welches Abschneiden von der neu formierten Frontzeck-Truppe zu erwarten ist, verrät der Liga-Drei.de Teamcheck.

Kader & Transfers

Viel ist von der Abstiegsmannschaft nicht übrig geblieben. Neben einigen Nachwuchskräften sind nur Keeper Jan-Ole Sievers, Mats Albaek, Gino Fechner und Lukas Spalvis nicht gegangen.

Der Kader wurde neu bestückt mit Spielern, die größtenteils in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga weniger zum Zuge kamen und Leistungsträgern der 3. Liga. Zur ersten Kategorie zählen unter anderem Hendrick Zuck und Julius Biada von Eintracht Braunschweig sowie Christoph Hemlein.

Die zweite Gruppe wird angeführt von Jenas Goalgetter Timmy Thiele, dem viel umworbenen Erfurter Theodor Bergmann und Magdeburgs Andre Hainault. Daneben gewann man mit Rückkehrer Florian Dick und Heidenheims Kevin Kraus zwei Verteidiger, die in der 2. Bundesliga zum Stamm ihrer Teams gehört hatten.

Die aktuelle Form

Nach den üblichen Kicks gegen klassentiefere Teams zur Eingewöhnung, setzte der FCK vier Härtetests auf sein Vorbereitungsprogramm. In einer hart geführten Partie wurde 0:2 gegen Ingolstadt verloren, gefolgt von einem 2:2 gegen Bochum. Nach diesen Tests im Rahmen des Trainingslagers in Tirol gab es Siege beim ambitionierten Regionalligisten Elversberg sowie gegen Dynamo Dresden.

Michael Frontzeck war insgesamt zufrieden mit den Leistungen, vor allem was das Erspielen von Chancen anging. Was die Abwehrarbeit angeht, gilt es jedoch festzustellen, dass in keiner Begegnung die Null gehalten wurde.

Stärken & Schwächen

Die individuelle Klasse beim ehemaligen Deutschen Meister ist zweifelsohne extrem hoch für Drittligaverhältnisse. Gerade unter den Offensivkräften tummeln sich viele Profis mit nachgewiesener Qualität in 2. und 3. Liga.

Was die mannschaftliche Geschlossenheit betrifft könnte es bei der von Grund auf erneuerten Truppe länger dauern, bis das nötige Niveau erreicht wird. Im Vergleich zu eingespielten Teams wie etwa dem SV Wehen Wiesbaden könnte das ein Nachteil sein.

Michael Frontzeck vom 1. FC Kaiserslautern

Michael Frontzeck gibt dem FCK Hoffnung auf bessere Zeiten. ©Imago/Jan Hübner

Der Trainer

Michael Frontzeck trat im Winter die Nachfolge des erkrankten Jeff Strasser an. Zu Beginn gab es große Skepsis gegenüber seiner Person, da seine vorherigen Stationen nie von längerfristigem Erfolg gekennzeichnet waren. Doch fußballerisch wurde schnell eine Steigerung sichtbar und inzwischen sind die Zweifel am ehemaligen Gladbach-Profi weitgehend Sympathie gewichen.

Man traut dem 54-Jährigen inzwischen zu, den direkten Wiederaufstieg zu bewerkstelligen und den Traditionsverein wieder in bessere Zeiten zu führen. Wie lange dieser Optimismus aber anhält, sollten die Ergebnisse ausbleiben, ist nicht vorherzusagen.

Zumindest ist mit Boris Notzon und Martin Bader Ruhe in die sportliche Leitung eingekehrt, die sich auch etwas auf das Umfeld übertragen hat.

Die mögliche Startelf

Michael Frontzeck setzt auf ein 4-4-2 mit flacher Formation im Mittelfeld. Praktisch auf allen Positionen stehen mindestens zwei potenzielle Stammspieler zur Verfügung, einzig hinter den gesetzten Außenverteidigern Florian Dick und Janek Sternberg steht in Dominik Schad nur ein Back-up für zwei Positionen bereit.

Im Abwehrzentrum ist Kevin Kraus am ehesten eine feste Größe, Hendrick Zuck scheint sich auf Links durchgesetzt zu haben. Die Besetzung des Sturms und der Mittelfeldzentrale dürfte von der jeweiligen Ausrichtung auf Ballbesitz oder Konter abhängen. In letzterem Fall ist Timmy Thiele erste Wahl, sonst Lukas Spalvis.

Die voraussichtliche Startelf: Jan-Ole Sievers – Florian Dick, Andre Hainault, Kevin Kraus, Janek Sternberg – Florian Pick, Gino Fechner, Mads Albaek, Hendrick Zuck – Julius Biada, Lukas Spalvis

Fazit & Prognose

Der 1. FC Kaiserslautern hat definitiv die Qualität und Breite im Kader, um die Rückkehr ins Unterhaus zu schaffen. Wenn das Team sich schnell findet und der Saisonstart gelingt, ist der Aufstieg wahrscheinlich. Die Konkurrenz ist aber hoch, das Rennen könnte sich in den direkten Duellen entscheiden. Und in diesen kann es auf Kleinigkeiten ankommen.

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