1. FC Kaiserslautern: Weiterhin Unruhe am Betze

Hauptsponsor wütet gegen Patrick Banf

Patrick Banf vom 1. FC Kaiserslautern

Bleibt Aufsichtsratsvorsitzender: Patrick Banf. ©Imago/Werner Schmitt

Beim 1. FC Kaiserslautern überschatten die Ereignisse neben dem Platz derzeit das Geschehen darauf. Aufgrund der mehr als schwierigen finanziellen Lage, die im Dezember vergangenen Jahres bekannt wurde, arbeitete der Aufsichtsrat zuletzt scheinbar eher gegeneinander anstatt miteinander an dem Problem.

Bei der gestrigen Aufsichtsratssitzung erwarteten nicht wenige den Abschied des Vorsitzenden Patrick Banf, allerdings blieb dieser aus. In einer knappen Pressemitteilung informierte der Verein, „dass die anstehenden Aufgaben nur gemeinschaftlich in dieser Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung bewältigt werden können“.

Investiert Becca?

Heißt übersetzt: Der Aufsichtsrat macht in seiner bisherigen Besetzung mit Banf an der Spitze sowie Paul Wüst, Jochen Grotepaß, Jürgen Kind und Michael Littig weiter, zumindest bis nach dem 15. März, wenn „eine Rotation des Amtes des Vorsitzenden und des Stellvertreters geprüft“ wird, wie es weiter in der PM der Lauterer heißt.

Doch wie geht es nun weiter? Letzte Woche wurde vermeldet, Uerdingen-Investor Mikhail Ponomarev, den Teile des Aufsichtsrats favorisierten, solle beim FCK einsteigen, diese Gerüchte dementierte der Russe jedoch selbst. Banf hingegen will offenbar Flavio Becca ins Boot holen, der auch den luxemburgischen Verein F91 Düdelingen unterstützt. Laut Bild ist dieser sehr interessiert an einem Einstieg bei den Roten Teufeln.

Layenberger not amused

Wie es allerdings mit dem Hauptsponsor weitergeht, ist offen. Dieser kokettierte auf seiner Facebook-Seite nachdem bekannt wurde, dass sich nach der Aufsichtsratssitzung in personeller Hinsicht nichts ändere, offen mit einem Abschied. „Herrn Banf fordere ich auf mich aus meinem Vertrag herauszukaufen“, so Harald Layenberger, der außerdem „Fans und Mitglieder verraten“ sieht.

Verständlich sicherlich von seiner Warte aus, allerdings ist fraglich, ob derartige Unruhe den Verein jetzt weiterbringt. Laut Liga-Drei.de-Infos aus dem Lauterer Umfeld ist das Verhältnis zwischen Fans, Aufsichtsrat und Hauptsponsor zerrüttet, Mitglieder klagen über fehlende Transparenz des Handelns der Verantwortlichen. Für Positives in Lautern, so scheint es, kann derzeit nur die Mannschaft auf dem Platz sorgen, die am Samstag die SG Sonnenhof Großaspach empfängt.

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