1. FC Magdeburg akzeptiert Fan-Protest

Verein reagiert auf Block-U-Statement

Gedenkminute in der MDCC Arena

Am Samstag wurde in einer Schweigeminute dem verstorbenen Fan Hannes sowie der Terroropfer in Halle gedacht. ©Imago images/Christian Schroedter

Von Block U aus, also von dort, wo der harte Kern der FCM-Anhänger beheimatet ist, verbreitet sich die Stimmung in der Magdeburger MDCC-Arena meist wie ein Lauffeuer durch das ganze Stadion. Im kommenden Heimspiel gegen den Halleschen FC wird das allerdings anders sein.

Denn die aktive Fanszene wird der Partie fern bleiben. Ein offizielles Statement auf block-u.de: „Block U wir das kommende Heimspiel nicht besuchen, kein Alternativprogramm anbieten und sich auch zukünftig bei Heimspielen gegen Halle aus dem Stadion zurückziehen.“

Aufsichtsrat weiß Bescheid

Der Grund: Das belastete Verhältnis der FCM-Anhänger gegenüber den Hallensern, seit dem Tod des FCM-Fans Hannes, dem die Magdeburger am Samstag in einer Choreo gedachten, vor drei Jahren. Es solle keine Normalität einkehren bei dem Duell gegen den Halleschen FC, so der Block U weiter, bei dieser Partie könne nicht mehr von einem Derby oder Fußballfest geschrieben werden, „welches es in unseren Augen überhaupt nicht mehr ist“.

Die Entscheidung des Block U wurde am heutigen Montag über den Fan-Vertreter Matthias Niedung dem Aufsichtsrat des 1. FC Magdeburg übermittelt. „Es ist eine geschlossene und aufrechte Haltung der aktiven Fanszene, die der Verein in jedem Fall akzeptiert“, äußert sich der Verein auf Twitter zum Thema.

Ein eigentümliches Bild wird sich also am 2. November bieten, wenn sich der 1. FC Magdeburg und der Hallesche FC in der MDCC-Arena gegenüberstehen – ohne Zaunfahnen, Vorsänger, Spieltagsheften in Block U.

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