1. FC Magdeburg als Arbeitgeber in der Pflicht

Kallnik will Gesundheit der Spieler schützen

Mario Kallnik und Maik Franz vom 1. FC Magdeburg

Geschäftsführr Mario Kallnik (l.) hinterfragt die Pläne der DFL. ©Imago images/Jan Huebner

In der 3. Liga herrscht weiter Uneinigkeit zwischen den Vereinen über eine mögliche Fortsetzung der Saison. Während die DFL für 1. und 2. Bundesliga bereits Pläne entwirft, sind diese eine Stufe tiefer kaum machbar. Beim 1. FC Magdeburg ist man skeptisch.

Geisterspiele bleiben Streitpunkt

Geschäftsführer Mario Kallnik zeigt Probleme im Vergleich zu den DFL-geführten Spielklassen auf. Dort sollen bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs wöchentlich alle Spieler getestet werden, um diese dann gezielt zu isolieren statt ganze Teams in Quarantäne zu schicken.

Kallnik hinterfragt diese Pläne mit Blick auf mögliche schwere Krankheitsverläufe bei Spielern. „Ich sehe eben auch die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber seinen Arbeitnehmern“, sagte der 45-Jährige in der „Volksstimme„.

Schon FCM-Trainer Pele Wollitz war skeptisch gegenüber einer verfrühten Wiederaufnahme des Trainings, da dies dem Solidaritätsgedanken widerspreche, befürwortete allerdings in jedem Fall eine Fortführung der Spielzeit.

Unter Umständen zeigen die in den vergangenen  Tagen von Experten und Bundesregierung in Aussicht gestellten Lockerungen bald Lösungen auf. Diese dürften aber aller Voraussicht nach im besten Falle in Geisterspielen münden. Diese sind der größte Streitpunkt innerhalb der 3. Liga.

Während Vereine mit geringerem Zuschauer-Aufkommen und solche mit etwas größeren Rücklagen wie der FCM diese womöglich verkraften könnten, sind sie für die Mehrheit der Klubs wirtschaftlich ein deutliches Verlustgeschäft.