1. FC Magdeburg: Angst vor wachsender Unruhe

Ursachenforschung für Formtief noch ergebnislos

Nils Butzen im Duell mit Joseph Gyau

Punkteverluste sorgen für Unruhe: FCM-Außenbahnspieler Nils Butzen (l.) ©Imago/Eibner

Nach dem Fehlstart ins neue Jahr geht beim 1. FC Magdeburg die Angst vor einer Krise um. Die Nullnummer am vergangenen Samstag gegen Aufsteiger SV Meppen hat die Verunsicherung beim Aufstiegsanwärter durch die vorherige Pleite bei Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt nicht eindämmen können.

Jeder weitere Punktverlust sorgt für Unruhe. (FCM-Verteidiger Nils Butzen)

Nils Butzen sehnte nach dem Remis gegen den SVM ein Erfolgserlebnis herbei. „Jede vergebene Chance sägt an den Nerven“, gestand der 24-Jährige in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 29.1.2018) und fügte hinzu: „Jeder weitere Punktverlust sorgt für Unruhe.“

Entsprechend angespannt ist die Atmosphäre bei den Elbestädtern nach schon fünf liegen gelassenen Punkten in den ersten beiden Spielen nach der Winterpause. Trainer Jens Härtel beschwor denn auch geradezu positive Ansätze: Aufgrund der guten Leistung im ersten Durchgang und einer „besseren Körpersprache“ sei das 0:0 für ihn „nicht die Fortsetzung von Erfurt“ gewesen.

Vorsprung auf Relegationsrang halbiert

Vor den alarmierenden Fakten kann allerdings kann auch Härtel die Augen nicht verschließen. Durch den misslungenen Einstieg in die entscheidenden Saisonphase hat der Wintermeister nicht nur die Tabellenführung wieder an den SC Paderborn verloren, sondern vor allem auch schon wieder die Hälfte seines Zehn-Punkte-Vorsprungs auf den Relegationsrang (SV Wehen Wiesbaden). Auch das Polster auf die Nichtaufstiegsplätze ist bereits leicht von zwölf auf aber immerhin noch zehn Zähler zusammengeschmolzen.

Bei der Ursachenforschung bewegen sich die FCM-Macher jedoch weitgehend nur im Ungefähren. „Was uns derzeit etwas fehlt, ist die Leichtigkeit beim Abschluss“, lieferte Härtel im Fachmagazin kicker (Heft 10 vom 29.1.2018) jedenfalls eine lediglich bedingt überzeugende Analyse.

Die Suche nach aufbauenden Aspekten wirkte ebenfalls etwas sehr bemüht. „Vielleicht ist der Punkt die Wende“, erinnerte Torjäger Christian Beck an das Remis Anfang November in Wiesbaden nach zuvor zwei Niederlagen als Ausgangspunkt für den Zwischenspurt von fünf Siegen bis zur Winterpause.

Mittelfeldspieler Dennis Erdmann störte sich unterdessen an den inzwischen gestiegenen Ansprüchen im FCM-Umfeld. „Eines muss klar sein“, meinte der 27-Jährige in der Volksstimme, „wir sind nicht Bayern München oder Manchester City, die jedes Spiel in der Liga gewinnen müssen.“