1. FC Magdeburg: Aufstiegsplanungen ohne Umbruch

Kallnik geht von 18-Millionen-Etat aus

Für den Zweitliga-Aufstieg gerüstet: Magdeburgs Manager Mario Kallnik

Konzepte für den Aufstieg: FCM-Manager Mario Kallnik © imago

Beim 1. FC Magdeburg nehmen die Planungen für den ersehnten Aufstieg in die 2. Liga immer konkretere Formen an. Laut Manager Mario Kallnik sind beim Wintermeister die Weichen sowohl in personeller als auch finanzieller Hinsicht offenbar weitgehend schon gestellt.

Es wird keinen großen Umbruch geben. (FCM-Manager Mario Kallnik über die Kaderplanung für den Aufstiegsfall)

Die Elbestädter wollen für den Fall des Sprungs in das Unterhaus des deutschen Fußballs den momentanen Kader weitgehend zusammenhalten. Kallnik geht von gerade einmal fünf Veränderungen aus. „Es wird keinen großen Umbruch, nur punktuelle Verstärkungen geben“, sagte der 43-Jährige der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 5.1.2018).

Dabei soll die grundsätzliche Ausrichtung beibehalten werden. Es werde keine Stars als Zugänge geben, betonte Kallnik. Stattdessen will der FCM „weitermachen wie bisher und auf unverbrauchte Talente mit hohem Potenzial bauen“.

Aufstieg längst keine Utopie mehr

Magdeburgs Vorbereitungen auf den nächsten Schritt sind keinewegs Ausdruck von Übermut. Denn an der Tabellenspitze hat die Mannschaft von Trainer Jens Härtel vor dem zweiten Saisonabschnitt schon zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz (SV Wehen Wiesbaden). Das Polster auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz (Hansa Rostock) beträgt zwei weitere Zähler.

Auch finanziell erscheinen an der Börde die Kalkulationen für den Aufstiegsfall bereits zweitliga-reif. Ausgehend vom derzeitigen 9,5-Millionen-Euro-Etat rechnet der frühere Europacup-Gewinner aufgrund deutlich höherer TV-Gelder und steigender Sponsoreneinnahmen mit einem Budget von 18 Millionen Euro.

Kallnik ist sich bei Aufstellung eines Zweitliga-Haushaltes der Unterstützung durch Politik und Wirtschaft in der Region sicher. Alle würden das Projekt 2. Liga mittragen, und man wolle sich „finanziell im unteren Tabellendrittel der Liga einordnen“.

Außer bei den Konzepten für eine Zweitliga-Zukunft hat Kallnik inzwischen auch im Tagesgeschäft Fortschritte erzielt. Mit Edelreservist Andreas Ludwig einigte sich der FCM für den Fall einer bis Monatsende erfolgreichen Vereinssuche des 27-Jährigen auf eine vorzeitige Freigabe aus dem noch bis Saisonende laufenden Vertrag.

„Wir werden ihm keine Steine in den Weg legen“, sagte Kallnik zur Personalie Ludwig. Dass der als Königstransfer zu Saisonbeginn verpflichtete Schwabe nicht wie erhofft zum Zuge gekommen ist, will Kallnik nicht auf mangelnde Leistung zurückgeführt wissen: „Er ist am Spielsystem gescheitert.“