1. FC Magdeburg: Der Liga-Drei Teamcheck

Steigt der FCM in dieser Saison auf?

Fans und Spieler des 1. FC Magdeburg

Eine geschlossene Einheit: Können Fans und Mannschaft 2018 den Aufstieg feiern? ©Imago/Schroedter

Denkbar knapp scheiterte der FCM in der vergangenen Saison am Aufstieg. Am Ende fehlten nur zwei Punkte zum Relegationsrang. In diesem Jahr wollen die Elbstädter einen neuen Angriff auf die Spitze wagen. Auch wenn die Konkurrenz mit den starken Absteigern Karlsruhe und Würzburg bekanntlich groß ist.

Liga-Drei.de zeigt Euch mit dem Teamcheck, ob das Aufstiegs-Ziel des 1. FC Magdeburg realistisch ist. Am Ende des Artikels geben wir eine Prognose anhand festgelegter Kategorien ab.

Der Kader

Elf Spieler ließ der FCM im Sommer ziehen. Von diesen hatten allerdings nur Jan Löhmannsröben und Manuel Farrona Pulido Stammspieler-Potential. Die Neuzugänge wie Philip Türpitz, Dennis Erdmann oder Björn Rother waren bei ihren vorherigen Vereinen alle Stammspieler und stellen daher qualitative Verstärkungen dar.

Als Königstransfer könnte sich die  Verpflichtung von Andreas Ludwig erweisen. Er kickte in der letzten Saison beim FC Utrecht in der holländischen Eredivise und könnte als Ballverteiler auf der Spielmacher-Position glänzen.

Die Neuzugänge treffen auf eine eingespielte Mannschaft um Magdeburger Leistungsträger wie Christian Beck, Marius Sowislo oder Nico Hammann, die sich nach dem knappen Scheitern in der letzten Saison für die kommende Spielzeit viel vorgenommen haben dürfte.

Die aktuelle Form

In der Vorbereitung konnte sich der FCM stetig steigern, zuletzt gab es ein 6:1 im Testspiel gegen den FSV Barleben. Ein Ausreißer nach unten war allerdings auch dabei. Gegen Zweiligist Eintracht Braunschweig ging Magdeburg mit 1:6 unter.

Trainer Jens Härtel wechselte in den Vorbereitungsspielen munter durch, jeder Spieler bekommt seine Einsatzchancen. Welche Spieler derzeit im Kampf um einen Stammplatz die Nase vorn haben, ist daher teilweise schwer zu sagen. Gute Chancen haben derzeit allerdings die Neuzugänge Türpitz und Lohkemper.

Der echte Härtetest für die kommende Saison wartet dann am Sonntag: Dann geht es gegen Zweitligist Erzgebirge Aue.

Stärken & Schwächen

Das variable 3-5-2 System ist vermutlich Magdeburgs größter Vorteil gegenüber den meisten Drittliga-Konkurrenten, die mit einer Vierer-Abwehrkette agieren. Trainer Jens Härtel konnte das System während der letzten Saison verfeinern. In der Defensive, besonders gegen starke Gegner wie Würzburg oder Karlsruhe, wird aus der Dreierkette schnell eine Fünfer-Abwehrkette, die der Mannschaft Stabilität verleiht.

Im Umschaltverhalten hängt viel von den Außenbahnspielern ab, wo Neuzugang Philip Türpitz eine tragende Rolle auf rechts einnehmen könnte. Im Testspiel gegen Barleben traf er bereits zwei mal. Im Sturm lauert weiterhin Christian Beck – er ist eine ständiger Unruheherd und so etwas wie Magdeburgs Lebensversicherung in den engen Spielen.

Abschütteln sollte Magdeburg die schlechte Form aus dem letztjährigen Saisonfinale, wo nur drei Siege aus elf Spielen gelangen. Auch den Respekt vor den „großen“ Mannschaften sollten die Elbstädter ablegen. In der vergangenen Saison gewannen sie nur eins von sechs Spielen gegen die Aufstiegs-Konkurrenten – diese Punkte fehlten ihnen am Ende zum Beispiel gegen Jahn Regensburg.

Jens Härtel Trainer vom FC Magdeburg

Trainer Jens Härtel weiß, woran er mit seiner Mannschaft noch arbeiten muss. ©Imago

Der Trainer

3 Saisons oder anders ausgedrückt 119 Pflichtspiele stand Jens Härtel schon für den FCM an der Seitenlinie. In seinem ersten Jahr führte er die Magdeburger zum Aufstieg in die dritte Liga und etablierte sie dort in der Spitzengruppe.

Härtel ist taktisch variabel, ließ seine Elf in verschiedenen Spielsystemen auflaufen und scheut sich auch nicht vor ungewöhnlichen Maßnahmen, wie in der vergangenen Saison. Beim Spiel gegen den Halleschen FC nahm er Abwehrspieler Felix Schiller noch vor der Halbzeitpause vom Platz, stellte leicht um – so kamen die Elbstädter immerhin noch zu einem 1:1

Die mögliche Startelf

In der Innenverteidigung agiert voraussichtlich wieder das Trio Handke-Hammann-Schiller. Bitter ist die Verletzung vom defensiven Mittelfeldspieler Charles Laprevotte. Ersatz wurde mit Erdmann und Rother jedoch verpflichtet.

Sowislo wird weiterhin im Mittelfeld die Fäden ziehen, womöglich mit Unterstützung von Andreas Ludwig. Entscheidend für den Erfolg Magdeburgs werden die Außenbahnspieler sein. Türpitz könnte auf rechts einen spannenden Gegenpart zu Michel Niemeyer auf der Gegenseite bilden. Bereit steht außerdem noch Nils Butzen, das Eigengewächs war in der vergangenen Saison absoluter Leistungsträger.

Ganz vorne baut der FCM wieder auf Christian Beck. Entweder als alleinige Spitze, oder in einem Zwei-Mann-Sturm. Die besten Chancen sein Angriffs-Partner zu werden hat momentan Neuzugang Felix Lohkemper. Mögliche Aufstellung:
Glinker – Handke, Hammann, Schiller – Türpitz, Erdmann, Sowislo, Ludwig, Niemeyer – Beck, Lohkemper

Unser Fazit

Viel hat sich nicht verändert und doch hat der FCM unserer Meinung nach an den richtigen Stellschrauben gedreht. Der Kader ist in der Breite besser aufgestellt, zudem kamen qualitative Verstärkungen dazu. Außerdem dürfte die Mannschaft nach dem verpassten Aufstieg im letzten Jahr hochmotiviert sein.

Prognose (anhand festgelegter Kategorien): 2 Bonusspiele

Wo landet der 1. FC Magdeburg in der kommenden Saison? Jetzt wetten!