1. FC Magdeburg: Gjasula nur U23-Opfer?

Zuletzt zweimal nicht im Kader

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Freitag, 15.01.2021 | 11:02
Jürgen Gjasula vom 1. FC Magdeburg

Jürgen Gjasula hat unter Thomas Hoßmang keinen guten Stand. ©Imago images/Jan Huebner

Unter normalen Umständen wäre Jürgen Gjasula als Mitglied des Mannschaftsrats und mit 191 Zweitliga-Spielen auf dem Zähler sicherlich ein Kandidat für die Nachfolge des gestern als Kapitän zurückgetretenen Christian Beck. Doch wenn sich am heutigen Freitag die Führungsspieler mit Trainer Thomas Hoßmang zu diesem Thema beraten, dürfte die Wahl kaum auf den Mittelfeldstrategen fallen.

Gjasula genießt zum einen nicht unbedingt das Vertrauen des Trainers, war sogar kurzzeitig suspendiert ehe der neue Sportdirektor Otmar Schork erfolgreich vermittelte.

Sané und Granatowski verknappen den Platz

Zum anderen war der 35-Jährige in den letzten beiden Spielen nicht einmal im Kader. „Er hat sehr, sehr ordentlich trainiert. Trotzdem gibt es die Situation in der Bestückung des Kaders, dass man die U23-Regelung in Betracht und den nächsten Gegner in Betracht ziehen muss“, begründete Hoßmang auf der gestrigen Pressekonferenz die Nicht-Berücksichtigung unter anderem mit dem Alter.

Da mit Nico Granatowski und Saliou Sané zwei Neuzugänge, die über 23 sind, natürlich gleich einen Kaderplatz bekamen, wurde die Sache für Gjasula nicht einfacher. Der taktisch-sportliche Teil der Begründung vermag freilich nicht ganz zu überzeugen.

Denn der 1. FC Magdeburg spielte in dieser Saison genau dreimal zu Null, davon zweimal mit Gjasula als Organisator der Dreierkette. So sicherte sich der FCM wichtige Punkte gegen die direkten Konkurrenten Meppen und Zwickau. Direkte Konkurrenten sind auch die kommenden Gegner Unterhaching und Duisburg.