1. FC Magdeburg: Im Notfall Annullierung

Spiele ohne Zuschauer keine Option

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 18.03.20 | 09:14

Mario Kallnik vom 1. FC Magdeburg

Mario Kallnik hat Angst um die Liga. ©Imago images

Am Montag einigten sich DFB und Vereine bekanntlich auf eine vorläufig verlängerte Aussetzung der Saison bis 30. April. Wie es danach weitergeht, weiß freilich niemand. Verschiedene Szenarien werden daher diskutiert.

Während bei Hansa Rostock Geisterspiele nicht ausgeschlossen werden, sehen die meisten anderen Klubs das nicht als Option an. Der Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg, Mario Kallnik, gehört zu dieser Fraktion.

Ausreichendes Polster

Wäre es wirklich nicht möglich, die Saison mit Zuschauern zu Ende zu bringen, plädiert der 45-Jährige in "Bild" (Ausgabe vom 18.03.2020) für einen Neustart. "Wenn diese Saison nicht regulär zu Ende gespielt werden kann, dann bin ich dafür, den Wettbewerb komplette zu annullieren. Und jeder fängt zur neuen Saison bei Null an." 

Durch Geisterspiele drohe der völlige Zusammenbruch der Liga. Der FCM selbst hat indes genug finanzielles Polster, um die aktuellen Ausfälle zu verkraften. Sportlich wäre ein Neustart für den Club auch kein Drama.

Schließlich hatte man zwar nicht offensiv das Ziel Wiederaufstieg ausgegeben, aber oben mitzuspielen war doch die Mindesterwartung. Stattdessen steht das Team von Trainer Pele Wollitz nun nur einen Punkt vor den Abstiegsplätzen.

Die Hälfte der Liga dürfte einer Annullierung kritischer gegenüber stehen. Schließlich haben ab Platz zehn aufwärts alle Mannschaft Chancen auf den Aufstieg, abgesehen von der Bayern U23, die nicht hoch dürfte. Auch die top platzierten Regionalligisten, allen voran die designierten Bayern-Aufsteiger Türkgücü München, würden einen Neustart nicht begrüßen.

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