1. FC Magdeburg: Kallnik stellt sich vor Hoßmang

Kein Endspiel in Mannheim

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 27.10.2020 | 09:22
Mario Kallnik (l.) und THomas Hoßmang.

Mario Kallnik (l.) will keine Trainerdiskussion um Thomas Hoßmang aufkommen lassen. ©imago images/Christian Schroedter

Sieben Spiele, vier Punkte und Tabellenplatz 19: Der 1. FC Magdeburg hat einen klassischen Fehlstart hingelegt. In Anbetracht der nackten Zahlen in Verbindung mit oftmals verunsicherten Auftritten geriet zuletzt auch Trainer Thomas Hoßmang unter Druck, für den sich jüngst bereits Dominik Ernst mit einem Appell stark machte.

Damit ist der Verteidiger keinesfalls alleine, auch Geschäftsführer Mario Kallnik stellte sich nun öffentlich vor seinen Trainer. „Unser Problem, weshalb wir bisher nur vier Punkte haben, ist nicht an Thomas Hoßmang festzumachen. Wir sehen nicht nur das Trainerteam in der Pflicht, sondern vorwiegend die Mannschaft“, sagte er der Volksstimme.

Viel Gesprächsbedarf

Diese Mannschaft wurde im Sommer erneut gewaltig umgebaut, eine schlagkräftige Einheit konnte Hoßmang daraus aber noch nicht nachhaltig formen. Kallnik sieht die Probleme im psychischen Bereich, in Anbetracht der eingangs erwähnten Ergebnisse ist es nicht verwunderlich, dass es um das Selbstvertrauen der FCM-Kicker nicht gerade zum Besten steht.

Klare Gespräche soll es laut Kallnik gegeben haben und bis zum Auswärtsspiel in Mannheim am kommenden Samstag auch weiterhin geben. Nur: Genau diesen Ansatz verfolgte Magdeburg bereits früh in dieser Spielzeit, zu den gewünschten Resultaten führte das allerdings nicht. Die sind aber dringend nötig, damit an der Elbe dauerhaft Ruhe einkehrt.

Geduldsfaden nicht ewig strapazierfähig

„Kein Endspiel“, ist Kallnik zudem bemüht festzustellen, sei die Partie gegen den Waldhof für Hoßmang. Wohlwissend, dass nach einer erneuten Niederlage die Diskussionen weiter hochkochen werden. Mit Punkten und einer ansprechenden Leistung könnte Hoßmang diese Diskussionen im Keim ersticken, die im eigenen Stadion noch sieglosen Mannheimer haben nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge aber auch bereits etwas Druck.

Dass in Magdeburg der Geduldsfaden im Hinblick auf den Trainerstuhl nicht allzu strapazierfähig ist, dürfte derweil auch Hoßmang wissen: Er wurde in der Vorsaison nach Stefan Krämer und Pele Wollitz der dritte Cheftrainer.