1. FC Magdeburg: Müller macht sich Abschiedsgedanken

Routinier von Reservistendasein frustriert

Nur selten für den FCM im Einsatz: Gerrit Müller (l.)

Kommt beim FCM kaum zum Zuge: Gerrit Müller (l.) © imago/foto2press

Gerrit Müller zählt sich bei „Wintermeister“ 1. FC Magdeburg zu den Verlierern des bisher erfolgreichen Saisonverlaufs. Aufgrund seiner nahezu schon angestammten Position entweder auf der Bank oder mehr noch auf der Tribüne befasst sich der Mittelfeldspieler denn auch mit Abschiedsgedanken.

Der Trainer bevorzugt offensichtlich einen anderen Spielertypen. (FCM-Dauerreservist Gerrit Müller)

Anscheinend hat sich Müller nach einer längeren Phase von Selbstzweifeln mit seiner Chancenlosigkeit bei FCM-Chefcoach Jens Härtel abgefunden. „Der Trainer bevorzugt offensichtlich andere Spielertypen“, sagte der 33-Jährige der Volksstimme im Rückblick auf den Frust der vergangenen 18 Monate.

Nur 69 Minuten auf dem Platz

Müllers Unzufriedenheit ist verständlich. Im ersten Abschnitt der laufenden Saison vor der ausklingenden Winterpause kam der im Sommer 2016 von den Stuttgarter Kickers verpflichtete Routinier bei ohnehin nur drei Liga-Einsätzen auf gerade einmal insgesamt 69 Minuten Spielzeit.

Bei den letzten sieben Spielen vor dem Jahreswechsel gehörte der frühere Junioren-Nationalspieler nicht einmal zum Kader des Tabellenführers. Auch in der vergangenen Saison ließ Härtel seinen damaligen Neuzugang lediglich neunmal zum Zuge kommen.

Seine Gedanken an einen Vereinswechsel womöglich sogar noch vor Ende seines auslaufenden Vertrags in der momentanen Transferperiode erscheinen denn auch nur folgerichtig. Doch Müller will nichts überstürzen und auf die richtige Gelegenheit warten.

Mit seiner Familie plant der Schwabe „mittelfristig“ eine Rückkehr in seine Heimat nahe Stuttgart. Allerdings müsse dafür „alles passen und der Schritt wohlüberlegt sein“.