1. FC Magdeburg: Scharfe Kritik am Re-Start von Wollitz

Kurze Vorbereitungszeit stößt sauer auf

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 22.05.2020 | 08:35
Pele Wollitz an der Seitenlinie.

©imago images/Christian Schroedter

Am gestrigen Donnerstag machte der DFB Nägel mit Köpfen und informierte die Drittligisten über den Re-Start, am 30. Mai geht die Saison weiter. Beim 1. FC Magdeburg sprachen sich die Verantwortlichen zuvor für einen Abbruch aus und Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz legt nun nach.

„Andere Klubs dürfen schon voll trainieren. Wir noch nicht. Was wir tun, ist Lichtjahre von dem entfernt, was ich unter professioneller Vorbereitung verstehe. Erst versprechen sie uns drei Wochen Vorbereitung, dann wird das auf zwei Wochen reduziert. Und jetzt sollen wir aus dem Nichts in die Saison einsteigen? Das kann eigentlich nicht funktionieren“, so der 54-Jährige in der Bild (Ausgabe vom 22.05.2020).

Bereits Anfang April hatte sich Wollitz skeptisch zum Training geäußert, das Trainieren in Kleingruppen – das damals von einigen Teams bereits aufgenommen wurde – als „moralisch für fragwürdig“ bezeichnet.

Unzufrieden mit den Trainingsbedingungen

Die Gestaltung des derzeitigen Trainingsablaufes stößt ihm auch weiterhin sauer auf. Gemäß dem Hygienekonzept kommen die Spieler bereits in Trainingsklamotten zum Übungsgelände, in diesen verlassen sie selbiges auch kurz nach Ende der Einheiten. „Das soll Profitraining sein?“, stellt er hierzu ironisch fest.

Doch auch Wollitz‘ Kritik zum Trotz geht es nun bekanntlich weiter. Magdeburg wird dabei am 30. Mai im Heimspiel, natürlich in einem Stadion ohne Zuschauer, gegen den FCK in die verbleibende Runde starten. Gegen die Pfälzer, die nach drei Verdachtsfällen am Donnerstag Entwarnung geben konnten, geht es dann um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Bei nur einem Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist die sportliche Situation weiterhin prekär. Da die restliche Spielzeit in englischen Wochen ausgetragen wird, wäre ein erfolgreicher Start umso wichtiger für das Selbstvertrauen der „Größten der Welt“.