1. FC Magdeburg: „Stefan Krämer fühlt sich auch dort wohl“

Ex-Spieler Thomas Hübener über den neuen FCM-Coach

Stefan Krämer.

Übernimmt den FCM in Liga drei: Stefan Krämer. ©imago images/Christian Schroedter

Seit Dienstag ist es offiziell: Stefan Krämer wird neuer Trainer des 1. FC Magdeburg. Der 52-Jährige soll den Zweitliga-Absteiger eine Klasse tiefer neu aufstellen und hat dafür vom Leiter Lizenzbereich Maik Franz die klare Aufgabe bekommen, einen Umbruch einzuleiten.

„Stef ist ein sehr junger, dynamischer, akribischer Trainer, der immer wieder versucht, seinen Mannschaften modernen Offensivfußball einzuimpfen“, umreisst Thomas Hübener im Gespräch mit Liga-Drei.de die Fahigkeiten Krämers.

Wir hatten damals bei uns eine Vase, in die für jeden Sieg ein Tischtennisball reinkam. (über den Motivator Stefan Krämer)

Der ehemalige Innenverteidiger muss es wissen: 109 Pflichtspiele bestritt er in seiner Karriere unter Stefan Krämer, in Bielefeld und Cottbus arbeiteten die Beiden zusammen. 2013 stiegen sie mit der Arminia gemeinsam in die 2. Liga auf.

„Als Verein will man sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, damit man von den Fans nicht zu viel Gegenwind bekommt, wenn es nicht läuft“, kann sich Hübener aber vorstellen, dass beim FCM im Hinblick auf die Saisonziele erstmal tief gestapelt wird. Aus eigener Erfahrung weiß der 36-Jährige aber, dass Krämer im Kreise der Mannschaft auch gerne mal forschere Töne anschlägt.

Thomas Huebener (l.) und Stefan Krämer (r.).

Gemeinsam in die 2. Liga: Thomas Hübener (l.) und sein damaliger Trainer Stefan Krämer (r.). ©imago images/Dünhölter

Wir hatten damals bei uns eine Vase, in die für jeden Sieg ein Tischtennisball reinkam. Er hat gesagt, wenn die Vase voll ist, steigen wir auf. So hat man das Ziel immer im Blick gehabt“, erzählt Hübener eine Anekdote aus der Saison 2012/13 in Bielefeld, die wie bereits erwähnt von Erfolg gekrönt war.

Stürmt Magdeburg zukünftig wie Liverpool?

Damit Erfolg auch in Magdeburg eintritt, dürfte Krämers Augenmerk vor allem auf der Offensive liegen. Diese war mit 34 Treffern die harmloseste der abgelaufenen Zweitliga-Saison. Um wieder mehr Torgefahr zu entwickeln, ist Krämers bevorzugter Spielstil aus Hübeners Sicht ein guter Ansatz: Das ist eine Art Überfalltaktik. Es erinnert an Liverpool: Er versucht seinen Mannschaften aggressives vorne drauf pressen beizubringen. Bei uns hat es gut funktioniert, auch in Uerdingen.“

Er mag Traditionsvereine mit großem Fanaufkommen. (über Krämers Vorlieben)

Doch auch der Wohlfühlfaktor spielt eine Rolle, und den sieht Hübener bei Krämer und Magdeburg: „Ich glaube, Stef fühlt sich dort auch wohl. Er mag Traditionsvereine mit großem Fanaufkommen.“ 

Für die Vorbereitung auf die kommende Saison ist es durchaus denkbar, dass Krämer sich bei seinem ehemaligen Schützling Tipps abholt. Dieser betreibt heute nämlich das CrossFit-Studio „CrossFit Langenfeld“ in der Nähe von Leverkusen und bringt dort auch Fußballer in Form. „Wir haben diverse Mannschaften aus der Region, die in der Vorbereitung Einheiten bei uns machen. Es ist eine gute Möglichkeit, Abwechslung ins Training zu bringen“, so Hübener.

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